Fünf Jahre Haft für Soldaten: Wegen Krankheit von Frau und Kind unerlaubt von der Truppe entfernt.
Urteil in der Westukraine: Soldat verließ ohne Erlaubnis den Dienst
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Soldat aus dem Gebiet Lwiw ist zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Grund: Er hatte sich ohne Genehmigung seiner Vorgesetzten von der Truppe entfernt – weil seine Ehefrau und sein Kind krank waren. Das Gericht sprach ihn am 1. April schuldig und verhängte die Haftstrafe.
Die Vorgeschichte des Falls
Der Mann war am 20. Juli 2023 zum Militärdienst eingezogen worden. Das erste Mal blieb er am 17. Dezember 2023 dem Dienst fern, das zweite Mal am 10. März 2024. Erst am 18. November 2025 kehrte er zurück – fast zwei Jahre später. Die Staatsanwaltschaft legte ihm Paragraph 407, Teil 5 des ukrainischen Strafgesetzbuches zur Last: eigenmächtiges Verlassen der Truppe.
Dieses Urteil zeigt, wie hart das ukrainische Recht bei solchen Vergehen durchgreift. Besonders in Kriegszeiten wird jede Form von Fahnenflucht oder unerlaubter Abwesenheit streng bestraft, da sie die Einsatzbereitschaft der Armee gefährden kann.
Gleichzeitig wirft der Fall eine schwierige Frage auf: Wo liegt die Grenze zwischen militärischer Disziplin und menschlichem Mitgefühl? Die persönliche Notlage des Soldaten – die schwere Erkrankung seiner Familie – steht im Kontrast zur strikten Rechtslage. Solche Konstellationen führen in der ukrainischen Gesellschaft immer wieder zu Diskussionen über die Verhältnismäßigkeit von Strafen.
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