Fünf Jahre Haft für Soldaten wegen Befehlsverweigerung.
Gericht verurteilt Soldaten wegen Dienstverweigerung
Nach Angaben von Novyny.live: Ein ukrainischer Soldat muss für fünf Jahre ins Gefängnis, weil er einen Befehl verweigerte. Das Kolomyia Stadt- und Bezirksgericht in der Oblast Iwano-Frankiwsk verhängte die Strafe am 19. Januar. Der Mann hatte sich geweigert, dem Befehl seines Kommandeurs zu folgen und in die Stadt Sloviansk zu verlegen.
Der Verurteilte war erst am 19. November 2024 mobilisiert worden. Anschließend wurde er einer militärischen Einheit zugeteilt und als Reservist in der 29. Reservekompanie eingestuft. Seine Weigerung, in ein Kampfgebiet zu fahren, begründete er damit, sich selbst nicht als Soldaten zu betrachten. Das Gericht wertete dies als Verstoß gegen die Pflichten des Militärdienstes. Das Urteil ist innerhalb von 30 Tagen anfechtbar, dann würde das Berufungsgericht Iwano-Frankiwsk zuständig.
Der Wehrdienst kann unter Kriegsrecht nicht durch einen zivilen Alternativdienst ersetzt werden.
Laut dem Richter setzt dieses Urteil einen wichtigen Präzedenzfall für die Erfüllung militärischer Pflichten im aktuellen Krieg. In der Region wurden zudem weitere Fälle verhandelt, unter anderem:
- Ein Mann aus dem Gebiet Lwiw erhielt drei Jahre auf Bewährung, weil er Standorte von Alarmgruppen preisgab;
- Ein Bewohner von Mykolaiv wurde zu 15 Jahren Haft mit Vermögenskonfiszierung verurteilt, weil er russischen Kräften half.
Die Entscheidung unterstreicht den strengen Kurs der ukrainischen Justiz bei Dienstverweigerung in Kriegszeiten, die als Frage der nationalen Sicherheit gilt. Solche Urteile können die Moral der Truppe und die öffentliche Wahrnehmung der Verteidigungspflicht beeinflussen, besonders in einem lang andauernden Konflikt. Die Rechtsprechung in diesem Bereich ist im Fluss und solche Fälle bilden oft die Grundlage für künftige juristische Bewertungen.
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