Virtuelle Realität gegen Kriegsstress: Wie 7 Minuten im Headset die Psyche von Soldaten in Odessa stärken.

Virtuelle Realität gegen Kriegsstress: Wie 7 Minuten im Headset die Psyche von Soldaten in Odessa stärken
Virtuelle Realität gegen Kriegsstress: Wie 7 Minuten im Headset die Psyche von Soldaten in Odessa stärken

VR-Therapie für Militärangehörige und Veteranen in Odessa

Nach Angaben von UATV: In Odessa finden regelmäßig Sitzungen mit VR-Therapie statt. Sie sollen die moralische Verfassung von Soldaten, Veteranen und deren Angehörigen verbessern. Die Behandlungen dauern zwischen sieben Minuten und einer halben Stunde und helfen den Teilnehmern, emotionalen Stress abzubauen und ihr allgemeines Wohlbefinden zu steigern. Durchgeführt werden die Sitzungen im Veterans HUB ODESA unter der Leitung der Psychologin Olena Schytko.

Sowohl Familienangehörige von Militärangehörigen als auch Veteranen nehmen an der Therapie teil. Alla Sassuchina, deren Sohn 2021 einen Vertrag bei der ukrainischen Armee unterschrieb, berichtet:

'Heute Morgen, Gott sei Dank, ist er wieder von seiner Stellung zurückgekehrt. Ein paar Tage Erholung, dann geht es zurück. Jeder, der jemanden an der Front hat, lebt von Nachricht zu Nachricht. Das ist Dauerstress. Aber solche Angebote, die der Veterans HUB macht, helfen mir.' Alla Sassuchina

Sassuchina betont außerdem die positive Wirkung der VR-Sitzungen auf die Gefühlswelt: 'Emotional beruhigt das ungemein. Es entsteht ein Zustand, der einen einfach runterbringt. Auch die Atemübungen dabei helfen, den Körper zu entspannen.'

Maryna Syltschyk, die zum zweiten Mal an der Therapie teilnimmt, schildert ihre Erfahrungen:

'Wenn man lange im Dauerstress lebt, produziert das Gehirn bestimmte Hormone nicht mehr, die einem das Leben bunt erscheinen lassen. Man sieht die Welt dann nur noch schwarz-weiß. Ich bekomme eine Gänsehaut – die VR-Brille hilft enorm, die Welt noch einmal mit normalen Augen zu sehen. Sie hilft mir, in die Realität zurückzufinden, etwas Positives und Optimismus zu spüren.' Maryna Syltschyk

Die VR-Therapie kann sowohl auf Entspannung als auch auf die Förderung der Konzentration abzielen – beides besonders wichtig für Menschen, die unter den Folgen des Krieges leiden. Die Initiative verbessert nicht nur das psychische Befinden der Teilnehmer, sondern schafft auch eine unterstützende Gemeinschaft für alle, die mit der Front verbunden sind.

Breiter angelegtes Unterstützungsprogramm für Veteranen

Das Projekt in Odessa ist Teil eines umfassenderen Programms zur Unterstützung von Veteranen und ihren Familien. Ziel ist es, die negativen psychologischen Folgen des Krieges zu mildern. Angesichts des anhaltenden Konflikts ist der Zugang zu Hilfsangeboten entscheidend, die emotionale Belastungen lindern und die Anpassung an die neue Lebensrealität erleichtern. Die VR-Therapie zeigt als innovativer Ansatz großes Potenzial bei der Behandlung von psychischen Traumata und könnte zu einem wichtigen Instrument werden, um Menschen nach einer Krise zu unterstützen.


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