Neue Regeln für Ukrainer in Polen ab April 2026: PESEL UKR wird ersetzt und höhere Unfallentschädigungen.

Neue Regeln für Ukrainer in Polen ab April 2026: PESEL UKR wird ersetzt und höhere Unfallentschädigungen
Neue Regeln für Ukrainer in Polen ab April 2026: PESEL UKR wird ersetzt und höhere Unfallentschädigungen

Ab 1. April 2026: Polen führt neue Bestimmungen für ukrainische Staatsbürger ein

Nach Angaben von Novyny.live: Polen reformiert zum 1. April 2026 die Aufenthaltsregelungen für Ukrainer. Der bisherige Status PESEL UKR wird durch die neue Aufenthaltserlaubnis CUKR abgelöst. Gleichzeitig steigen die Entschädigungszahlungen bei Arbeitsunfällen deutlich an.

Die neue Regelung sieht vor, dass der PESEL UKR-Status durch die Bezeichnung CUKR ersetzt wird. Dabei handelt es sich um eine separate Aufenthaltsgenehmigung mit einer Gültigkeit von bis zu drei Jahren. Ukrainer müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, um den CUKR-Status zu erhalten:

  • Mindestens 365 Tage ununterbrochenen UKR-Status nachweisen,
  • Diesen Status am 4. Juni 2025 besitzen,
  • Die Unterlagen frühestens 30 Tage nach der Einreise nach Polen einreichen.

Die Beantragung des CUKR erfolgt ausschließlich online über die Website des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft (MOS). Für die Antragstellung fällt eine Gebühr von 340 Zloty (etwa 4.000 Hrywnja) an, die Ausstellung der Aufenthaltskarte kostet weitere 100 Zloty (rund 1.200 Hrywnja).

Höhere Entschädigungen bei Arbeitsunfällen

Parallel zu den Statusänderungen erhöht Polen zum 1. April 2026 die Entschädigungen für Arbeitsunfälle um fast 9 Prozent. Die neuen Zahlungen betragen:

  • 1.781 Zloty (21.100 Hrywnja) pro Prozentpunkt der gesundheitlichen Beeinträchtigung,
  • 31.162 Zloty (370.000 Hrywnja) bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit,
  • 160.264 Zloty (1,9 Millionen Hrywnja) für die Familie einer verstorbenen Person,
  • 80.132 Zloty (950.000 Hrywnja) für einzelne Familienangehörige einer verstorbenen Person.

Das Ministerium für Familie, Arbeit und Sozialpolitik behält sich vor, die Entschädigungssätze regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.

Zusätzlich plant Polen, die vorübergehenden Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen zu verlängern. Diese Anpassungen in den Regelungen und Entschädigungen schaffen neue Rahmenbedingungen für Ukrainer, die bereits in Polen leben oder dorthin ziehen möchten.

Die Einführung der neuen CUKR-Aufenthaltserlaubnis und die Erhöhung der Unfallentschädigungen zeigen, dass die polnischen Behörden bestrebt sind, sich an die Bedürfnisse ukrainischer Migranten anzupassen, die weiterhin eine wichtige Rolle auf dem polnischen Arbeitsmarkt spielen.

Diese Maßnahmen könnten den sozialen Schutz für Einwanderer verbessern, was angesichts der aktuellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt ein bedeutender Schritt ist. Gleichzeitig unterstreicht die Verlängerung der Grenzkontrollen Polens Bestreben, die Migrationsströme zu steuern und die Sicherheit an seinen Grenzen zu gewährleisten.


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