Kyslyzja enthüllt: Der Westen hatte keinen Plan für den ukrainischen Widerstand.
Kein Konzept für den Ernstfall
Nach Angaben von TSN.ua: Der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Serhij Kyslyzja, hat offengelegt, dass die westlichen Partner keinen Aktionsplan für den Fall eines langwierigen ukrainischen Widerstands gegen den russischen Einmarsch hatten. Laut Kyslyzja waren die Verbündeten nicht auf ein Szenario vorbereitet, in dem die Ukraine sich nicht ergeben würde oder die Invasion möglicherweise gar nicht stattfinden könnte.
Die USA und Großbritannien wussten bereits seit September/Oktober 2021 von den russischen Invasionsvorbereitungen. Dennoch waren Mitglieder des UN-Sicherheitsrates überzeugt, die Ukraine würde 'wenn nicht in Tagen, dann in wenigen Wochen' kapitulieren. Der Krieg dauert nun bereits das fünfte Jahr an, doch nach Ansicht von Kyslyzja haben die westlichen Partner keine ausreichende Strategie für die Unterstützung der Ukraine in einem langandauernden Konflikt entwickelt.
Kyslyzja betonte: 'Ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir jemals aufgeben würden. Aber leider hatten sie keinen Plan für den Fall, dass die Ukraine nicht kapituliert oder die Invasion nicht stattfindet.'
Appell für entschlosseneres Handeln
Er fügte kritisch hinzu: 'Hätte die Hilfe für die Ukraine früher und nicht nur tröpfchenweise in Form von Waffenlieferungen begonnen, könnten wir heute vielleicht das Kriegsende feiern, statt den Beginn des fünften Kriegsjahres zu begehen.' Diese Aussagen unterstreichen die Dringlichkeit eines entschlosseneren und schnelleren Handelns der internationalen Gemeinschaft.
Die Kommentare von Serhij Kyslyzja spiegeln tiefe Besorgnis über die mangelnde Vorbereitung des Westens auf einen langwierigen Krieg in der Ukraine wider. Sie weisen auf ein strategisches Versäumnis in der Planung hin und deuten die gravierenden Konsequenzen einer unzureichenden Unterstützung an. Angesichts der anhaltenden Kämpfe und wachsenden Spannungen ist es entscheidend, dass die internationale Staatengemeinschaft ihre Unterstützungsmechanismen überdenkt und an die Realitäten vor Ort anpasst. Solche Einblicke aus erster Hand sind für das Verständnis der frühen Kriegsphase von großer Bedeutung.
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