Trotz Armverlust: Wie ein Mariupol-Verteidiger zum Mentor für Kriegsveteranen wurde.

Trotz Armverlust: Wie ein Mariupol-Verteidiger zum Mentor für Kriegsveteranen wurde
Trotz Armverlust: Wie ein Mariupol-Verteidiger zum Mentor für Kriegsveteranen wurde

Vom Kriegsversehrten zum Lebenscoach: Die Wandlung des Roman Meshcheryakov

Nach Angaben von TSN.ua: Roman Meshcheryakov, ein Soldat, der Mariupol verteidigte, überlebte schwere Verletzungen und russische Gefangenschaft. Nach seiner Freilassung entschied er sich, eine Ausbildung zum Trainer für posttraumatisches Wachstum (PTW) zu absolvieren. Sein Ziel: anderen Veteranen mit ähnlichen Kriegserlebnissen beizustehen.

Zu Beginn der Großinvasion kämpfte der Soldat in Mariupol, wo auch seine Familie festsaß. Sein erstes schweres Trauma erlitt er, als er sich neun Rippen brach. Beim Durchbruch zum Gelände des Stahlwerks Asowstal verlor er durch Mörserbeschuss einen Teil seines Arms. Nach dem Verlassen von Asowstal geriet er für sechs Wochen in russische Gefangenschaft. Am 29. Juni 2022 kam Meshcheryakov beim ersten Austausch verwundeter Kriegsgefangener frei.

Sport und Seelsorge: Veteran hilft Veteran

Zurück in Freiheit engagiert sich Roman Meshcheryakov als Mentor bei der Sportinitiative „Herzen von Asowstal“. Er betont die Notwendigkeit, Kriegsheimkehrer zu stützen, und sagt:

„Mir wurde klar: Das Leben ist nicht vorbei, ich muss weitermachen.“ – Roman Meshcheryakov

Seine Motivation für die PTW-Ausbildung entspringt dem Wunsch, seinen Kameraden die Hoffnung zu geben, dass das Leben auch mit schwersten Versehrungen weitergeht.

Meshcheryakovs Weg zeigt, dass er nicht nur sein eigenes Dasein nach den erlittenen Qualen neu ordnet, sondern auch anderen Betroffenen einen neuen Lebenssinn eröffnen will. Sein Mut und seine Erfahrung dienen vielen als Vorbild.

Die gesellschaftliche Wiedereingliederung von Veteranen ist in der Ukraine ein zentrales Anliegen. Die Geschichte von Roman Meshcheryakov belegt, wie persönliches Leid in eine Kraft zur Hilfe für andere umgewandelt werden kann. Die wachsende Gemeinschaft von PTW-Trainern kann das Leben von Kriegsheimkehrern entscheidend verbessern, indem sie ihnen Werkzeuge für die Anpassung an die Zivilgesellschaft bietet – ein Thema von besonderer Brisanz im anhaltenden Krieg.


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