Drohnentechnologie revolutioniert das Schwarze Meer: Selenskyjs Ex-General kritisiert fehlende NATO-Strategie.

Drohnentechnologie revolutioniert das Schwarze Meer: Selenskyjs Ex-General kritisiert fehlende NATO-Strategie
Drohnentechnologie revolutioniert das Schwarze Meer: Selenskyjs Ex-General kritisiert fehlende NATO-Strategie

Rede von Walerij Saluschnyj auf dem Black Sea Security Forum

Nach Angaben von Novyny.live: Walerij Saluschnyj, der frühere Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und heutige Botschafter in Großbritannien, hat auf dem Black Sea Security Forum die tiefgreifenden Veränderungen der Sicherheitslage im Schwarzen Meer analysiert. Seit über einem Jahr prägt der umfassende Krieg Russlands gegen die Ukraine die Region, und Saluschnyj betont die dringende Notwendigkeit, sich neuen Bedrohungen anzupassen. Besonders hebt er hervor, wie moderne Technologien die Kriegsführung grundlegend wandeln.

Sicherheitslücken und neue Herausforderungen

Laut Saluschnyj verfügt die NATO über keine klare Strategie für das Schwarze Meer. Diese Lücke könnte der Aggressor ausnutzen, um regionale Sicherheitsdefizite zu schaffen. Die Schließung der Meerengen Bosporus und Dardanellen habe Russland daran gehindert, zusätzliche Kriegsschiffe ins Schwarze Meer zu verlegen, was das Kräftegleichgewicht in der Region entscheidend verändert habe. Ein weiterer zentraler Punkt ist die wachsende wirtschaftliche Rolle Chinas.

Saluschnyj stellt fest, dass Peking seinen wirtschaftlichen Einfluss im Schwarzmeerraum schrittweise ausbaut.

„Nur dank China kann Russland seine Wirtschaft aufrechterhalten und den Krieg fortsetzen“, so seine Worte.
Diese Entwicklung könnte weitreichende Konsequenzen für die regionale Sicherheit und die internationalen Beziehungen haben. Der ehemalige General warnt vor den langfristigen Risiken dieser Abhängigkeit.

Ein Schwerpunkt seiner Rede lag auf der Bedeutung neuer Technologien im modernen Krieg. Saluschnyj kündigte an, dass bis Ende 2026 ein Drittel der Infanterie durch Drohnen und Bodenroboter ersetzt werden soll.

„Ein Seedrohne kostet hunderte Male weniger als eine Abfangrakete und tausende Male weniger als das getroffene Schiff“, erläuterte er.
Dies zeige, dass alte Systeme endgültig ihre Fähigkeit verloren hätten, sowohl abzuschrecken als auch zu schützen. Die Kostenwende durch unbemannte Systeme sei ein Wendepunkt.

In Odessa werden derzeit die Verteidigungslinien verstärkt, was die Ernsthaftigkeit der Bedrohungen für die Ukraine unterstreicht. „Die Wiedereröffnung der Meerengen für russische Kriegsschiffe wäre eine der gefährlichsten Herausforderungen“, betonte Saluschnyj. Er forderte eine konsequente Kontrolle dieser strategischen Wasserwege, um eine Eskalation zu verhindern.

Insgesamt eröffnet die Rede von Walerij Saluschnyj auf dem Black Sea Security Forum neue Perspektiven für das Verständnis der Sicherheitsveränderungen im Schwarzen Meer. Sie unterstreicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in diesem Bereich. Moderne Herausforderungen erfordern innovative Ansätze, und nur koordinierte Aktionen internationaler Akteure können Stabilität und Sicherheit in der Region gewährleisten.

Die Relevanz von Saluschnyjs Auftritt liegt darin, dass er nicht nur die aktuellen Gefahren für die Ukraine benennt, sondern auch das gesamte Sicherheitsgefüge im Schwarzmeerraum in den Blick nimmt. Angesichts des wachsenden chinesischen Einflusses und der anhaltenden Instabilität muss die internationale Gemeinschaft neue Mechanismen für Zusammenarbeit und effektive Reaktionen auf Sicherheitsbedrohungen entwickeln. Die Anpassung an neue Technologien und die Veränderung der Kriegsführungsstrategie sind entscheidend für die nationale Sicherheit der Ukraine und die Stabilität der gesamten Region.


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