Gehaltsreform im Staatsdienst: Neue Kopplung an die Bezüge des Militärs geplant.

Gehaltsreform im Staatsdienst: Neue Kopplung an die Bezüge des Militärs geplant
Gehaltsreform im Staatsdienst: Neue Kopplung an die Bezüge des Militärs geplant

Neue Regeln für die Vergütung von Staatsbediensteten

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine wird eine grundlegende Neuausrichtung der Gehaltsstruktur im öffentlichen Dienst diskutiert. Ein am 19. März 2023 eingebrachter Gesetzesentwurf mit der Nummer 15093 sieht vor, die Höchstgehälter im Staatssektor während des Kriegsrechts an die Vergütung der Soldaten zu koppeln. Konkret soll das Grundgehalt der Militärangehörigen ab dem 1. April 2023 auf 150 Prozent des Niveaus vom 1. Januar 2023 steigen – ein Wert, der künftig als Referenz für die Besoldung von Staatsdienern dienen könnte.

Laut dem Entwurf wäre das Mindestgehalt eines Staatsbediensteten im Jahr 2026 auf 8.320 Griwna festgesetzt, während das Existenzminimum für erwerbsfähige Personen im selben Jahr bei 3.328 Griwna läge. Damit wird eine deutliche Anhebung der unteren Gehaltsschwelle angestrebt, die jedoch an die Entwicklung der militärischen Bezüge gebunden bleibt.

Obergrenzen für Führungskräfte und Bonusregelungen

Ein zentraler Punkt der Reform: Das Höchstgehalt für den Leiter einer zentralen Behörde darf das 15-fache des Mindestgehalts eines lokalen Staatsbediensteten nicht überschreiten. Zudem ist für das Jahr 2026 vorgesehen, dass Prämien für Staatsangestellte maximal 30 Prozent des festen Gehaltsfonds ausmachen dürfen.

Der Gesetzesentwurf betrifft nicht nur klassische Verwaltungsangestellte, sondern auch eine Reihe weiterer Berufsgruppen. Dazu zählen unter anderem:

  • Richter des Verfassungsgerichts
  • Richter der ordentlichen Gerichtsbarkeit
  • bestimmte Kategorien von Militärangehörigen
  • Teile der Sicherheitskräfte
  • Angehörige von Strafverfolgungsbehörden (teilweise)
  • sonstige Personen, die an Kampfhandlungen beteiligt sind oder die Landesverteidigung unterstützen

Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, das Vergütungssystem an die Erfordernisse des Kriegsrechts anzupassen. Dies könnte tiefgreifende finanzielle Konsequenzen für Staatsbedienstete haben, da ihre Gehälter nun direkt an die Entwicklung der Militärbezüge gekoppelt würden.

Der Entwurf 15093 spiegelt den Versuch der Regierung wider, die Staatsausgaben in Zeiten kriegsbedingter Instabilität zu ordnen. Indem die Vergütung von Soldaten als Bemessungsgrundlage für Staatsgehälter dient, soll mehr Gerechtigkeit erreicht werden – gleichzeitig wirft dies jedoch Fragen zu möglichen sozialen Folgen für den öffentlichen Dienst auf.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Reform auf die Motivation und Leistungsfähigkeit der Staatsbediensteten auswirken wird. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Stabilität und Entwicklung des Landes während des Krieges.


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