40.000 Monatsgehalt – aber Luxusautos: Sonderermittler prüfen die Vermögensangaben eines Ex-Militärbeamten.
Die fragwürdigen Deklarationen von Hennadij Koljesnikow
Nach Angaben von Novyny.live: Ein früherer stellvertretender Leiter des Militärrekrutierungsamtes von Oleksandrija, Hennadij Koljesnikow, steht im Fokus einer Untersuchung durch eine temporäre Sonderkommission. Der Grund: Seine offiziellen Einkünfte von 40.000 Griwna monatlich stehen in krassem Gegensatz zu den Luxusfahrzeugen, die in seiner Familie registriert sind. Im Rahmen der Prüfung stellte sich heraus, dass seine Ehefrau Tetjana im Vorjahr über 1,15 Millionen Griwna verdiente.
Zum Fahrzeugbestand der Familie Koljesnikow gehören:
- zwei Wagen vom Typ WAZ-21-012;
- ein AUDI Q5, den sie für 50.000 Griwna erwarb – das ist nur ein Zehntel des marktüblichen Preises;
- ein Jaguar Baujahr 2012, der auf den Namen der Tochter Walerija läuft.
Koljesnikow selbst erklärte dazu:
„Nun, der Jaguar von 2012 ist das Auto meiner Tochter.“Walerija Koljesnikowa lebt eigenen Angaben zufolge seit 2017 in Kiew.
Ein weiterer Punkt, der die Ermittler beschäftigt: Der kommissarische Leiter des Rekrutierungszentrums Oleksandrija, Mykola Hrintschenko, besitzt eine 51 Quadratmeter große Wohnung sowie einen Daewoo Lanos aus dem Jahr 2006. Hennadij Koljesnikow wiederum nutzt einen KIA, den er von Freiwilligen erhalten hat, ohne diesen Wagen in seiner Deklaration aufzuführen.
Auf die Frage nach ihrer finanziellen Situation entgegnete Walerija Koljesnikowa:
„Kann ein Kind mit 21 Jahren nicht selbst Geld ansparen?“
Tetjana Koljesnikowa versicherte, der Kauf des AUDI Q5 sei völlig unkompliziert gewesen: „Finden Sie doch auch einen. Wo ist das Problem, ich verstehe das nicht? Ich habe ihn auf dem Automarkt gefunden. Der ukrainische Automarkt ist unbegrenzt.“
Warum Transparenz bei Beamtenvermögen so wichtig ist
Die Durchsicht von Koljesnikows Deklaration legt mehrere Diskrepanzen zwischen seinen offiziellen Angaben und dem tatsächlichen Besitz offen – ein Umstand, der das Interesse der Ermittler geweckt hat.
Dieser Fall verdeutlicht, wie entscheidend eine lückenlose Offenlegung der Finanzen von Staatsbediensteten ist, besonders in Zeiten aktueller Herausforderungen. Die aufgedeckten Ungereimtheiten könnten zu weiteren Untersuchungen führen, die wiederum das Vertrauen der Öffentlichkeit in militärische Einrichtungen und deren Personal beeinflussen. Es liegt an den zuständigen Behörden, die Deklarationen von Amtsträgern konsequent zu prüfen, um Interessenkonflikte und Korruption zu verhindern.
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