Festnahme in Odessa: Mitarbeiter von Wehrbezirksamt soll Freikauf von der Mobilmachung angeboten haben.
Festnahme eines Wehrdienstleistenden in Odessa
Nach Angaben von Novyny.live: In Odessa wurde ein Mitarbeiter eines lokalen Territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentrums (TZK) festgenommen. Der Verdacht: Korruption. Der Mann soll gegen Geld angeboten haben, Personen von der Fahndungsliste zu nehmen und sie so vor einer Einberufung zu bewahren. Die Festnahme erfolgte während der Übergabe des Geldes, was auf entschlossenes Handeln der Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen Bestechlichkeit hindeutet.
Der Beschuldigte arbeitete in der Abteilung für Benachrichtigungen des TZK in Odessa. Für das Entfernen von der Fahndungsliste forderte er 9.000 Hrywnja. Die Vermittlung einer Stelle in einem Unternehmen der kritischen Infrastruktur, die vor der Mobilisierung schützt, sollte sogar 6.000 US-Dollar kosten. Der entscheidende Geldübergang fand in der Nähe eines Wohnkomplexes in der Henueska-Straße statt.
Rechtliche Konsequenzen und Gewicht der Tat
Die Staatsanwaltschaft hat bereits Anklage nach Teil 3 von Artikel 369-2 des Strafgesetzbuches der Ukraine erhoben – Missbrauch von Einfluss. Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu acht Jahren mit Vermögenskonfiszierung vor. Die Dimensionen solcher Korruption werden deutlich, wenn man einen anderen Fall betrachtet: Ein Kommandeur einer Militäreinheit in der Region Mykolajiw soll dem Staat Schäden von fast 2 Millionen Hrywnja zugefügt haben.
Der Fall zeigt die Entschlossenheit der Behörden, gegen Korruption vorzugehen, besonders in für die Landesverteidigung sensiblen Bereichen. In Kriegszeiten sind Transparenz und Integrität in allen staatlichen Prozessen, insbesondere bei personellen Fragen der Mobilmachung, von existenzieller Bedeutung für die Sicherheit der Ukraine.
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