Selenskyj signalisiert Bereitschaft für Dreiergespräche: Details zu den Hürden.
Bereitschaft für ein Treffen zu dritt
Nach Angaben von TSN.ua: Wolodymyr Selenskyj hat seine Zustimmung zu einem Dreiergipfel zwischen der Ukraine, den USA und Russland signalisiert – und zwar an einem neutralen Ort. Doch trotz dieser grundsätzlichen Offenheit bleibt der genaue Veranstaltungsort umstritten. Ursprünglich war das Treffen für Ende März 2023 geplant, wurde jedoch verschoben, weil die USA ihre Aufmerksamkeit vorerst auf die Lage im Iran richteten.
Am 30. März 2023 äußerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Gespräch mit Journalisten zu den möglichen Verhandlungen. Dabei wurde bekannt, dass sich die Parteien bislang nicht auf einen Ort einigen konnten. Die USA schlugen vor, die Gespräche auf ihrem eigenen Staatsgebiet abzuhalten – ein Vorschlag, den die Ukraine befürwortete. Russland lehnte dieses Angebot jedoch ab.
Ukrainische Position
Selenskyj unterstrich die Kooperationsbereitschaft seines Landes mit den Worten:
„Wir sind bereit, uns in jedem Format und an jedem Ort zu treffen – außer in Russland und Belarus.“Diese Aussage zeigt den Willen der Ukraine, trotz der bestehenden Schwierigkeiten einen Kompromiss zu finden und den Dialog zu beginnen. Der Präsident fügte hinzu:
„Soll Russland doch kapitulieren, wir werden es nicht tun.“Dies verdeutlicht die Entschlossenheit der Ukraine in Fragen der nationalen Sicherheit und Unabhängigkeit.
Damit bleibt der Streit um den Tagungsort vorerst ungelöst, während die Entwicklungen im Iran die diplomatischen Bemühungen möglicherweise weiter verzögern könnten. Die Fortsetzung der Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Stabilität in der Region – doch die fehlende Einigung über den Ort könnte diesen Prozess ausbremsen. Das weitere Vorgehen der Beteiligten wird nicht nur die bilateralen Beziehungen, sondern auch die gesamte internationale Politik beeinflussen.
Lesen Sie auch
- Nächtlicher Großangriff abgewehrt: Ukraine meldet 198 abgeschossene Drohnen
- Selenskyj fordert Putin zu direkten Gesprächen auf: Ein Brief als Friedenssignal
- Kiew schlägt Putin einen neuen Friedensplan vor: Was Selenskyj in einem offenen Brief fordert
- 705 Kinder seit Beginn des Krieges getötet: Die Ukraine ehrt die Opfer russischer Aggression
- Syrskyi warnt vor neuer Luftbedrohung: Russland erhöht die Produktion von jetgetriebenen Drohnen
- Gipfeltreffen in Kiew: Was die NATO zur Luftverteidigung der Ukraine beschlossen hat

