Friedensgespräche in Miami: Zwei Termine im Februar im Gespräch.
Neue Runde der Friedensverhandlungen
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bereitschaft für die nächste Phase von Friedensgesprächen in Miami bekräftigt. Als mögliche Termine für das Treffen kommen der 17. oder 18. Februar in Frage. Ob sich die russische Seite daran beteiligen wird, ist jedoch weiterhin unklar. Die Verhandlungen finden vor dem Hintergrund eines andauernden Krieges statt, der dringend einer diplomatischen Lösung bedarf.
Bereits am 5. Februar fanden in Abu Dhabi dreiseitige Konsultationen statt, bei denen weitere Schritte zur Konfliktlösung erörtert wurden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte zwar die Absicht, die Gespräche fortzusetzen, forderte jedoch zugleich größere Distanz. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte, dass für eine neue Verhandlungsrunde noch keine konkreten Daten feststünden.
Aussichten auf eine Einigung
Selenskyj äußerte die Hoffnung, der Krieg könne innerhalb weniger Monate beendet werden, wenn die Verhandlungsparteien in gutem Willen weiterdiskutieren. Er stellte auch klar, dass keine der Seiten von der Idee einer Freihandelszone begeistert sei.
„Die Ukraine hat ihre Positionen bezüglich der Frage des Donbas erneut bekräftigt,“ so der Präsident.
„Wenn das unser Territorium ist – und es ist unser Territorium – dann muss das Land, dem dieses Territorium gehört, es auch verwalten,“ fügte er hinzu.
Parallel dazu könnte ein Entwurf für ein Friedensabkommen zwischen Russland und Ukraine bereits im März vorliegen. Die ukrainische Position lässt jedoch Fragen zur Sinnhaftigkeit der aktuellen Gesprächsrunde offen, insbesondere angesichts neuer Forderungen der russischen Seite. Moskau beharrt auf Distanz und stellt neue Bedingungen, was den Friedensprozess erheblich erschweren könnte.
Ob der Krieg in der Ukraine bis zum Sommer 2026 beendet sein kann, ist ein weiterer Punkt, der zusätzlicher Erörterung bedarf. Die Chancen auf eine rasche Konfliktlösung bleiben fraglich. Die derzeitigen Gespräche unterstreichen die Bedeutung diplomatischer Anstrengungen, auch wenn der Weg zu einem dauerhaften Frieden noch mit Hindernissen gepflastert ist.
Lesen Sie auch
- Wie Selenskyjs Brief an Putin die russische Agenda durcheinanderbrachte – Moskaus Reaktion
- Selenskyj bestätigt Angriffe ukrainischer Drohnen auf Ziele in Sankt Petersburg und der Region Krasnodar
- Londoner Gipfel: Selenskyj berät mit europäischen Spitzenpolitikern über neue Gespräche mit Russland
- Auszeichnung für Medienschaffende: Selenskyj ehrt 37 Journalisten mit Orden und Titeln
- Putins Russland vor dem Kollaps? Außenminister Sybiha sagt Wirtschaftskrise voraus
- Spannungen an der Grenze: Ukraine warnt vor neuen Provokationen aus Belarus

