Zelenskyj wirft Ungarns Premier Orbán vor, Russlands Verbündeter zu sein.

Zelenskyj wirft Ungarns Premier Orbán vor, Russlands Verbündeter zu sein
Zelenskyj wirft Ungarns Premier Orbán vor, Russlands Verbündeter zu sein

Zelenskyjs scharfe Kritik an der ungarischen Haltung

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj hat sich in deutlichen Worten zum Konflikt mit Ungarn geäußert. Er sieht in Ministerpräsident Viktor Orbán einen Verbündeten Russlands. Laut Zelenskyj blockiere Orbán seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine konsequent Entscheidungen, die für Kiew vorteilhaft wären. Zudem plane Ungarn, die Versorgung mit russischem Öl aufrechtzuerhalten – eine Position, die im Widerspruch zu den europäischen Bemühungen steht, sich von russischen Energielieferungen unabhängig zu machen.

Der ukrainische Staatschef betonte, die ungarische Regierung habe ihre ablehnende Haltung klar gemacht.

„Sie haben eindeutig erklärt, dass sie die Ukraine nicht unterstützen werden, weil sie in Russland echte Freunde haben“
, so Zelenskyj. Diese Aussage spiegelt die tiefe Besorgnis in Kiew wider, dass die enge Kooperation Budapests mit Moskau ukrainische Interessen erheblich schädigen könnte.

Verzögerungen bei Pipeline-Inspektion und Vorwurf der Erpressung

Am 11. März reiste eine ungarische Delegation in die Ukraine, um den Zustand der Pipeline 'Druschba' zu überprüfen und ihre Wiederinbetriebnahme vorzubereiten. Zelenskyj erklärte jedoch, er kenne den genauen Zweck dieses Besuchs nicht. Gleichzeitig wurde der geplante Besuch von Ungarns Energiestaatssekretär Gábor Czepek verschoben, was auf Schwierigkeiten in den Verhandlungen hindeuten könnte.

Der Präsident brachte zudem die Befürchtung zum Ausdruck, Ungarn könne versuchen, die Situation für Erpressung zu nutzen.

„Wenn dies eine Chance ist und wenn die Europäische Union keine Reaktion auf die ungarischen Aussagen zeigt, dann wird die Ukraine ihre Position überarbeiten“
, stellte Zelenskyj klar. Dies signalisiert, dass Kiew bereit ist, seine Strategie gegenüber Budapest anzupassen, sollte die EU nicht auf dessen provokative Stellungnahmen reagieren. Die ungarische Position stellt eine besondere Herausforderung dar, da das Land eigentlich als EU-Partner gilt.

Der Konflikt mit Ungarn verschärft die ohnehin angespannte Lage für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Das Fehlen der Unterstützung durch einen traditionellen EU-Verbündeten wie Ungarn zwingt Kiew dazu, seine diplomatischen Bündnisse neu zu bewerten. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Aufgabe, diese Spannungen innerhalb der EU zu adressieren, da sie die regionale Sicherheit und Stabilität gefährden können.


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