Zelenskyj kritisiert Sanktionslücken: Russische Eliten im Westen bleiben geschützt.

Zelenskyj kritisiert Sanktionslücken: Russische Eliten im Westen bleiben geschützt
Zelenskyj kritisiert Sanktionslücken: Russische Eliten im Westen bleiben geschützt

Kritik des ukrainischen Präsidenten

Nach Angaben von Novyny.live: In einem Interview mit Politico am 15. Februar übte der ukrainische Staatschef Wolodymyr Zelenskyj scharfe Kritik an den bestehenden Sanktionen gegen Russland. Er bemängelte, dass die Strafmaßnahmen trotz aller Bemühungen europäischer Staaten entscheidende Bereiche wie die Nuklearenergie aussparten. Diese Lücken würden es Moskau ermöglichen, weiterhin Einnahmen zu generieren und Einfluss auszuüben.

Der Präsident wies konkret darauf hin, dass weder der russische Atomkonzern 'Rosatom' noch mit dem Kreml verbundene Personen und deren Familien sanktioniert seien. Diese lebten, studierten oder besäßen Immobilien in Europa oder den USA, ohne dass ihr Lebensstil eingeschränkt werde. Damit blieben zentrale Kanäle für den Einfluss Russlands auf den Westen intakt.

'Die Europäer haben viel getan, aber sie haben keine Sanktionen gegen die russische Atomenergie, gegen Rosatom, gegen die Menschen, ihre Verwandten, ihre Kinder verhängt, die in Europa leben, die in den USA leben', so Zelenskyj.

Schärfere Maßnahmen gefordert

Zelenskyj richtete einen drastischen Appell an in westlichen Ländern lebende Russen, in ihre Heimat zurückzukehren.

'Fahrt verdammt noch mal nach Russia zurück. Fahrt nach Hause. Ihr respektiert niemanden in den Staaten. Ihr respektiert keine Regeln. Ihr respektiert keine Demokratie. Ihr respektiert nicht die Ukraine, Europa und so weiter', sagte er.
Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die EU-Kommission ihr 20. Sanktionspaket vorlegte und die USA eine Verschärfung ihrer Maßnahmen prüfen. Die internationale Gemeinschaft steht unter Druck, ihre Politik gegenüber Moskau zu überdenken.

Die deutlichen Worte des ukrainischen Präsidenten unterstreichen die anhaltende Dringlichkeit, die Sanktionsregime gegen Russland zu verschärfen und systematische Lücken zu schließen. Sie verdeutlichen die Frustration Kiews über die fortbestehenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindungen, die der russischen Führung und ihren Unterstützern trotz des Krieges ein privilegiertes Leben im Westen ermöglichen. Die Effektivität der Sanktionen ist ein zentraler Faktor für den weiteren Verlauf des Konflikts.


Lesen Sie auch

Werbung