Ukraine und Raytheon einigen sich auf gemeinsame Fertigung von Patriot-Abfangjägern.
Präsident Selenskyj trifft Führungskräfte von Raytheon
Nach Angaben von 5 канал — Політика: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit Vertretern des Rüstungskonzerns Raytheon getroffen, um die Zusammenarbeit auszuweiten. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Produktion von Abfangraketen für die Patriot-Luftabwehrsysteme. Dieses Treffen markiert einen wichtigen Schritt zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit, da das Land bereits seit längerem auf Raytheon-Technik angewiesen ist, um sich gegen russische Luftangriffe zu schützen. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund anhaltender Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur statt.
Selenskyj bedankte sich bei Raytheon für die Bereitschaft, die Kooperation zu vertiefen. Er betonte, dass die Frage der lokalen Fertigung von Patriot-Abfangraketen auch mit Donald Trump besprochen worden sei. Der ehemalige US-Präsident habe bestätigt, dass die Vereinigten Staaten bereit stünden, Lizenzen für die Produktion von ‚Patriot‘-Luftabwehrsystemen zu erteilen. Dies eröffne der Ukraine neue Perspektiven für den Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie.
Wirtschaftliche Dimension der Partnerschaft
Ein einzelner Abfangjäger vom Typ PAC-3 kostet rund fünf Millionen US-Dollar. Diese Zahl unterstreicht die Bedeutung von Investitionen in die Luftverteidigung und die Notwendigkeit internationaler Partnerschaften zur Sicherung der Ukraine. Die hohen Kosten verdeutlichen zudem, warum eine lokale Fertigung langfristig wirtschaftlicher sein könnte.
Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit Raytheon und die Ansiedlung der Abfangraketen-Produktion sind für die Ukraine angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland von strategischer Bedeutung. Dies wird nicht nur die Effektivität der Luftabwehrsysteme steigern, sondern auch die nationale Rüstungsindustrie fördern – ein entscheidender Faktor für die Unabhängigkeit und Sicherheit des Landes. Die Einbindung internationaler Partner kann zudem die technologische Basis und das Investitionsklima in der Ukraine verbessern.
Lesen Sie auch
- Moskau bedroht Getreideexport: Kiew ruft UN-Sicherheitsrat an
- 35-minütiges Gespräch in Manila: Rubio und Lawrow tauschen sich über Ukraine-Krieg aus
- 125 Millionen Euro von Irland: 100 Millionen fließen in die ukrainische Verteidigung
- Nach Kritik an Soldatenverträgen: Das ändert sich nach Syrskyjs Abgang
- 125 Millionen Euro für die Ukraine: Das steckt hinter dem neuen Hilfspaket aus Irland
- Nächste EU-Sanktionen gegen Russland in Sicht: Selenskyj dankt für Paket 21

