Zelenskyj fordert in Davos eine europäische Armee.
Ein Appell für eine gemeinsame europäische Streitmacht
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 22. Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos einen radikalen Vorschlag unterbreitet: die Gründung vereinigter europäischer Streitkräfte. In seiner Rede kritisierte er die bestehenden Sicherheitsmechanismen als unzureichend im Falle einer Aggression und stellte die derzeitige Effektivität der NATO in diesem Szenario infrage. Seine Forderung spiegelt die tiefe Verunsicherung wider, die der russische Angriffskrieg auf dem Kontinent ausgelöst hat.
Selenskyj verwies auf die konkrete Bedrohung durch Russland und stellte die entscheidende Frage:
„Wenn Putin beschließt, Litauen zu besetzen oder Polen anzugreifen – wer übernimmt dann die Verantwortung?“Europa verlasse sich zwar auf den Glauben an ein Eingreifen der NATO, so der Präsident, doch
„niemand hat das Bündnis jemals wirklich in Aktion gesehen.“
Der ukrainische Staatschef bot zudem an, dass sein Land Teil eines solchen neuen Militärbündnisses werden würde. „Wir sind bereit, anderen zu helfen, stärker zu werden, als sie es jetzt sind. Wir sind bereit, Teil Europas zu sein“, sagte Selenskyj. „Heute brauchen wir diese Stärke, um unsere eigene Unabhängigkeit zu verteidigen. Aber auch Sie brauchen die ukrainische Unabhängigkeit, denn morgen müssen Sie vielleicht Ihre eigene Lebensweise verteidigen.“ Diese Worte unterstreichen die gegenseitige Abhängigkeit der europäischen Sicherheit.
Was die Initiative für die europäische Sicherheit bedeuten würde
Die Äußerungen Selenskyjs sind ein deutliches Alarmsignal und zeigen die wachsende Besorgnis über die Sicherheitslage in Europa angesichts der russischen Aggression. Die Schaffung einer 'Vereinigten Streitmacht' könnte ein entscheidender Schritt sein, um die Verteidigungsfähigkeit der europäischen Staaten zu stärken und ihre Zusammenarbeit zu vertiefen.
Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie bewaffneter Konflikte und Bedrohungen durch Staaten, die sich nicht an internationale Normen halten, gewinnen solche Initiativen eine besondere Dringlichkeit für die Stabilität des gesamten Kontinents. Sie markieren eine mögliche Zeitenwende in der europäischen Sicherheitsarchitektur.
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