Neue Tote durch russische Angriffe: Selenskyj spricht am Gedenktag zur Nation.
Gedenktag für die Opfer des Krieges
Nach Angaben von Novyny.live: Am 22. Juni 2023 beging die Ukraine den Tag der Trauer und des Gedenkens an die Kriegsopfer. Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzte diesen Anlass für eine Ansprache an das Volk, in der er über frische Verluste durch russische Attacken informierte. Wie aus seiner Rede hervorging, kamen in Saporischschja zwei Menschen ums Leben; auch in der Oblast Sumy wurden Todesopfer gemeldet. Darüber hinaus forderten russische Beschüsse in den Regionen Odessa, Cherson, Donezk und Charkiw weitere Opfer. Der Gedenktag erinnert traditionell an den Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion 1941.
Die Botschaft des Präsidenten
Wolodymyr Selenskyj betonte, dass Russland diesen Tag nicht etwa mit dem Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs begonnen habe, sondern mit neuen, völlig ungerechtfertigten Morden.
„Heute hat Russland den Tag nicht mit dem Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen begonnen und auch nicht mit Signalen, die das Ende dieses aktuellen Krieges – des Krieges Russlands gegen die Ukraine – näherbringen würden, sondern mit neuen, durch nichts zu rechtfertigenden Tötungen.“ – Wolodymyr Selenskyj
Der Präsident hob zudem die absolute Rechtswidrigkeit des von Russland entfesselten Krieges hervor. „Dieser russische Krieg hat keinen einzigen gerechten Grund: Putin handelte aus genau denselben Motiven wie frühere Aggressoren. Auch er verachtet das Leben“, so Selenskyj. Er forderte ein Ende des Konflikts, der bereits das fünfte Jahr andauert und Menschenleben fordert. „Wir müssen diesen Krieg beenden, der schon im fünften Jahr Menschenleben kostet“, erklärte der Staatschef. Die Ukraine verlor im Zweiten Weltkrieg zwischen acht und zehn Millionen Menschen – eine Zahl, die die Dringlichkeit des Gedenkens im aktuellen Krieg unterstreicht.
Die Lage in der Ukraine bleibt äußerst angespannt, der Konflikt mit Russland zieht sich nunmehr über fünf Jahre hin. Die Trauerfeierlichkeiten an diesem Tag sind nicht nur ein Akt des Erinnerns, sondern auch ein Appell an die internationale Gemeinschaft, die Ukraine im Kampf um ihre territoriale Integrität und einen dauerhaften Frieden zu unterstützen. Selenskyjs Worte machen deutlich, wie wichtig es ist, die Folgen des Krieges vor Augen zu führen und eine friedliche Lösung zu suchen, um weitere zivile Opfer zu verhindern.
Lesen Sie auch
- Wegen Aberkennung des Weißen-Adler-Ordens: Ukrainische Politiker geben polnische Auszeichnungen zurück
- Belarus rüstet gegen die Ukraine auf: Opposition übergibt Beweise an Kiew
- Nach Rücktritt des britischen Premiers: Selenskyj bedankt sich bei Starmer
- Zelenskyy gibt Lukaschenko ein Ultimatum von einer Woche: Relay-Stationen entfernen
- Brüssel bestätigt: Ukraine darf sich gegen Bedrohungen aus Belarus verteidigen
- Streit um höchste Auszeichnung: Warum Selenskyj den Orden des Weißen Adlers verlor

