Polen entzieht Selenskyj den Weißen Adler-Orden – Auszeichnung bereits zurückgesandt.
Entzug der höchsten polnischen Ehrung für Wolodymyr Selenskyj
Nach Angaben von Novyny.live: Polens Präsident Karol Nawrocki hat die Entscheidung getroffen, Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers zu entziehen. Diese Ehrung gilt als die bedeutendste staatliche Auszeichnung Polens. Die Insignien wurden bereits per Post an die Kanzlei des polnischen Präsidenten zurückgesandt, wie aus einer entsprechenden Anordnung hervorgeht. Künftig wird der Orden dort verwahrt.
Neben dem Orden selbst wird auch die dazugehörige offizielle Urkunde für ungültig erklärt. Beides soll in die Archivbestände der Präsidentenkanzlei überführt werden. Der Schritt erfolgt als Reaktion auf eine jüngste Äußerung Selenskyjs, mit der er einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte den Namen „Helden der UPA“ verliehen hatte.
Reaktionen auf die Maßnahme
Karol Nawrocki betonte, dass der Entzug der Auszeichnung nicht als feindseliger Akt gegen die ukrainische Bevölkerung zu verstehen sei. Er stellte klar:
„Russland ist der Feind der Ukraine, des gesamten freien Europas und der freien Welt“– Karol Nawrocki. Auch Rafał Leskiewicz bestätigte, dass
„die höchste staatliche Auszeichnung Polens unter Verschluss in der Behörde bleiben wird“– Rafał Leskiewicz.
Dieser Vorgang hat in der Öffentlichkeit für erhebliches Aufsehen gesorgt. Schließlich stand die Ehrung, die Selenskyj einst erhalten hatte, symbolisch für die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Polen. Die Entscheidung des polnischen Präsidenten verdeutlicht jedoch die angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern, die durch unterschiedliche Auffassungen von historischen Ereignissen und gegenwärtigen politischen Gegebenheiten belastet sind.
Der Entzug des Weißen Adler-Ordens könnte auf wachsende Spannungen in den ukrainisch-polnischen Beziehungen hindeuten. Besonders im Fokus stehen dabei historische Fragen zur Rolle der UPA während des Zweiten Weltkriegs. Diese Entwicklung hat das Potenzial, die politischen und diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen zu beeinflussen, die in den letzten Jahren eng gegen die russische Aggression zusammengearbeitet haben.
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