Genfer Gespräche: Während Selenskyj Fortschritte sieht, bleibt Europa skeptisch.

Genfer Gespräche: Während Selenskyj Fortschritte sieht, bleibt Europa skeptisch
Genfer Gespräche: Während Selenskyj Fortschritte sieht, bleibt Europa skeptisch

Verhandlungen in Genf

Nach Angaben von TSN.ua: Am 18. Februar 2023 fand in Genf eine Runde dreiseitiger Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland statt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete, dass während des Treffens militärische Fragen erörtert wurden. Er äußerte sich mit den Worten, man habe sich dort 'im Grunde über fast alles geeinigt'. Das Haupthindernis bleibe jedoch die Territorialfrage, wie Selenskyj betonte:

Der Hauptstein des Anstoßes bleibt die Frage der Territorien.

Die Verhandlungen fanden ohne öffentliche Erörterung statt, wie der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte. Er fügte an, man habe 'derzeit nichts zu der kurzen, aber prägnanten Charakterisierung hinzuzufügen, die unser Chefunterhändler Medinski gegeben hat'. Zugleich bekräftigte Dmitri Medwedew, dass der Krieg trotz aller Gespräche so lange andauern werde, bis die russischen Ziele erreicht seien. Seine Aussage lautete:

Der Krieg wird bis zur vollständigen Erfüllung der russischen Ziele andauern.
Diese Aussagen verdeutlichen die tiefe Kluft zwischen den Positionen.

Karoline Levitt, Sprecherin des Weißen Hauses, teilte mit, nach den Gesprächen sei ein realer Fortschritt erzielt worden und beide Seiten hätten vereinbart, ihre Führungsspitzen zu informieren. Sie sagte: 'Es gab eine weitere Runde der trilateralen Gespräche USA-Russland-Ukraine. Es wurde ein realer Fortschritt erzielt.' Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte hingegen Skepsis gegenüber einer friedlichen Konfliktbeilegung und merkte an: 'Meiner Meinung nach wird dieser Krieg erst enden, wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist.'

Nächste Schritte

Eine weitere Verhandlungsrunde in der Schweiz wurde angekündigt. Experten weisen jedoch darauf hin, dass Russland weiterhin auf seinen ursprünglichen Ultimaten aus dem Jahr 2021 beharrt. Diese Situation sorgt für Besorgnis unter europäischen Führungspersönlichkeiten, die die Möglichkeit eines echten Fortschritts bei der friedlichen Beilegung des Konflikts in Zweifel ziehen.

Die Genfer Gespräche markierten eine wichtige Phase in den Bemühungen, den anhaltenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zu lösen. Trotz der Zusicherung eines 'realen Fortschritts' bleiben die Territorialfragen eine kritische Hürde, die den Abschluss eines Friedensabkommens erschwert. Angesichts der russischen Position und der Skepsis westlicher Führer bleibt die Aussicht auf eine wirksame friedliche Einigung fraglich, insbesondere im Hinblick auf die geplante nächste Gesprächsrunde in der Schweiz.


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