Scheinehen gegen Geld: 42-jährige Frau aus Uman half Wehrpflichtigen bei der Flucht.

Scheinehen gegen Geld: 42-jährige Frau aus Uman half Wehrpflichtigen bei der Flucht
Scheinehen gegen Geld: 42-jährige Frau aus Uman half Wehrpflichtigen bei der Flucht

Vorwurf der Schleusung von Wehrpflichtigen

Nach Angaben von Novyny.live: Gegen eine 42-jährige Frau aus der Stadt Uman in der Ukraine wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Sie steht im Verdacht, gemeinsam mit zwei wehrpflichtigen Männern Scheinehen geschlossen zu haben, um diesen die illegale Ausreise aus dem Land zu ermöglichen. Die Frau, die selbst den Schwerbehindertenstatus der Gruppe II besitzt, ging in den Jahren 2022 und 2023 zweimal eine Ehe ein. Jedes Mal reiste sie mit ihrem jeweiligen Ehemann über die Grenze, kehrte jedoch noch am selben Tag allein zurück.

Für ihre Beteiligung an diesen Scheingeschäften soll die Beschuldigte insgesamt 200.000 ukrainische Griwna erhalten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr die Organisation der illegalen Beförderung von Personen über die Staatsgrenze vor – ein Vergehen, das nach Artikel 332, Teil 3 des ukrainischen Strafgesetzbuchs geahndet wird.

„Anschließend überquerte sie zusammen mit ihnen die Staatsgrenze der Ukraine, kehrte aber noch am selben Tag zurück.“ – Iryna Holownja

Mögliche Strafe im Falle einer Verurteilung

Sollte die Schuld der Frau nachgewiesen werden, droht ihr eine Freiheitsstrafe von sieben bis neun Jahren. Zudem könnte sie für bis zu drei Jahre das Recht verlieren, bestimmte Ämter zu bekleiden oder bestimmte Tätigkeiten auszuüben. Auch die Einziehung ihres Vermögens ist als mögliche Strafe vorgesehen.

„Im Falle eines Schuldspruchs droht der Frau eine Freiheitsstrafe von sieben bis neun Jahren, der Entzug des Rechts, bestimmte Ämter zu bekleiden oder bestimmte Tätigkeiten auszuüben, für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren sowie die Einziehung ihres Vermögens.“ – Iryna Holownja

Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen. Der weitere Verlauf des Verfahrens hängt maßgeblich von der Beweislage ab. Die Angelegenheit zeigt, wie schwerwiegend die Vorwürfe sind und welche Konsequenzen der Beschuldigten drohen.

Dieser Fall verdeutlicht ein wachsendes Problem in der Ukraine: die illegale Ausreise von Wehrpflichtigen, die mitunter durch Scheinehen oder andere betrügerische Methoden ermöglicht wird. Besonders seit Beginn des Krieges gehen die Behörden verstärkt gegen solche Straftaten vor, da sie die nationale Sicherheit gefährden können. Die konsequente Verfolgung dieser Delikte ist ein wichtiger Schritt, um die Grenzkontrollen zu verschärfen und die Einhaltung der Wehrpflicht sicherzustellen.


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