Ukrainische Streitkräfte legen Nachschub der Besatzer auf der Krim lahm: Kertsch-Brücke nur eingeschränkt nutzbar, Tschonhar-Brücke gesperrt.
Einschränkungen auf der Kertsch-Brücke und der Tschonhar-Brücke
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Vorsitzende des Medschlis des krimtatarischen Volkes, Refat Tschubarow, hat neue Beschränkungen für den Transport über die Kertsch-Brücke sowie die vollständige Einstellung des Verkehrs auf der Tschonhar-Brücke bekannt gegeben. Grund dafür sind Angriffe der ukrainischen Streitkräfte, die die Versorgungswege der russischen Truppen auf der besetzten Krim erheblich beeinträchtigt haben. Diese logistischen Engpässe erschweren den Russen zunehmend die Aufrechterhaltung ihrer Militäroperationen.
Die Kertsch-Brücke darf nun keine übergroßen Lasten mehr befördern. Nach drei früheren Sprengungen wird das Bauwerk hauptsächlich noch für den Personenverkehr auf der Schiene genutzt. Die Fährverbindung, die als Alternative diente, wurde zerstört. Dies führt zu massiven Problemen bei der Versorgung der Besatzungstruppen.
Lage auf der Tschonhar-Brücke
In den Nächten zum 7. und 9. Juni wurde der Verkehr auf der Tschonhar-Brücke gestoppt, was die Bewegungen über diese Route zusätzlich behindert. Der Kommandeur des 475. separaten Sturmbataillons ‚Flint‘ bestätigte, dass die Brücke mit einer Drohne vom Typ ‚Begemot‘ angegriffen wurde. Refat Tschubarow erklärte:
„Es gibt zwei Transportkorridore, die die Besatzungstruppen nutzen – die Kertsch-Brücke und den Landkorridor“, und fügte hinzu, dies sei
„ein sehr schwerer Schlag gegen die Möglichkeiten der Russen auf der besetzten Krim“.
Die aktuellen Einschränkungen auf der Kertsch-Brücke und der Tschonhar-Brücke zeigen den wachsenden Druck auf die Logistiksysteme der Besatzungstruppen. Die Strecke Rostow – Mariupol – Melitopol – Krim sowie die Routen über Kalantschak und Tschaplynka könnten als wichtige Ausweichmöglichkeiten dienen, doch deren Effektivität ist aufgrund der neuen Beschränkungen und Angriffe ebenfalls ungewiss. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich erfordert genaue Beobachtung, da Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur schwerwiegende Folgen für beide Konfliktparteien haben könnten.
Die Transportbeschränkungen auf der Kertsch- und der Tschonhar-Brücke spiegeln nicht nur militärische Strategien wider, sondern auch die wachsenden Schwierigkeiten, mit denen die Besatzungstruppen auf der Krim konfrontiert sind. Fehlende zuverlässige Nachschubwege könnten ihre Fähigkeit zur Aufrechterhaltung von Militäreinsätzen erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig könnten die neuen logistischen Herausforderungen zum Auslöser für taktische Änderungen auf beiden Seiten des Konflikts werden, was eine weitere Analyse und Überwachung der Lage erfordert.
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