Umfrage enthüllt: Bewaffnete Konflikte sind für Europäer die größte Sicherheitsangst.
Was die Bürger der EU am meisten fürchten
Nach Angaben von UATV: Eine deutliche Mehrheit der Europäer sieht bewaffnete Auseinandersetzungen als die größte Gefahr für ihre Sicherheit. Das geht aus der Herbstumfrage des Eurobarometers hervor, die im November 2025 durchgeführt wurde. Insgesamt 72 Prozent der über 26.000 Befragten in allen 27 EU-Mitgliedstaaten nannten diesen Punkt. Die Zahlen spiegeln eine zunehmend verunsicherte Stimmung auf dem Kontinent wider.
Die Sorge vor Krieg und Gewalt ist nicht das einzige beunruhigende Signal. Mehr als die Hälfte der Europäer (52 Prozent) blickt pessimistisch in die Zukunft der Welt. Ein überwältigendes Votum für mehr Zusammenhalt ergab sich bei der Frage nach der Sicherheitspolitik: 89 Prozent fordern von den EU-Staaten ein geschlosseneres Auftreten. Ebenfalls 52 Prozent sehen den Schutz des Friedens als wichtigste Aufgabe des Europäischen Parlaments – ein klarer Auftrag für gemeinsames Handeln.
Ein Bündel an Sorgen
Neben bewaffneten Konflikten bereiten den Bürgern weitere Bedrohungen Kopfzerbrechen: Terrorismus (67 Prozent) sowie Cyberangriffe und Naturkatastrophen (66 Prozent) folgen auf der Liste der größten Ängste. Die wirtschaftlichen Sorgen im eigenen Land sind ebenfalls groß: Für 41 Prozent sind Inflation und Lebenshaltungskosten das drängendste Problem, 35 Prozent nennen die wirtschaftliche Stagnation. Fast jeder dritte Befragte (28 Prozent) erwartet, dass sich der Lebensstandard in den nächsten fünf Jahren verschlechtern wird.
EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola fasst die Erwartungshaltung zusammen: Die Bürger sehen die Union in der Rolle eines 'Schildes', der schützen und kollektiv handeln können muss.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Forderungen nach einer Stärkung der europäischen Verteidigung, mehr Wettbewerbsfähigkeit und Energieunabhängigkeit weiter an Dringlichkeit. Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage wurden auf der offiziellen Website des Europäischen Parlaments veröffentlicht.
Die Daten zeigen ein klares Bild wachsender Verunsicherung, die vermutlich eine Folge der geopolitischen Spannungen der letzten Jahre ist. Die anhaltenden Konflikte in der Nachbarschaft Europas und globale Krisen hinterlassen ihre Spuren. Die EU steht damit vor der Aufgabe, ihre Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit deutlich zu vertiefen und gemeinsame Strategien für Stabilität und Wohlstand zu verfolgen.
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