Gericht verurteilt fünffache Mutter wegen Sozialbetrugs.
Urteil wegen Betrugs mit staatlichen Hilfsleistungen
Nach Angaben von TSN.ua: Eine Mutter von fünf Kindern ist vom Bezirksgericht Sofijiwka in der Region Dnipropetrowsk wegen Sozialbetrugs verurteilt worden. Die Frau hatte staatliche Unterstützung erschlichen, obwohl sie mit dem leiblichen Vater ihrer Kinder zusammenlebte. Das Gericht sah den Betrug als wiederholt begangen an und verhängte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung.
Den Ermittlungen zufolge zog die Angeklagte ihre fünf Kinder gemeinsam mit deren Vater groß, heiratete ihn jedoch erst im Januar 2023 offiziell. Durch ihre Falschangaben entstand dem Staatshaushalt 2023 ein Schaden von 8.044 Hrywnja. Bis 2025 belief sich der Gesamtschaden auf über 28.000 Hrywnja, wobei allein für das Jahr 2025 20.602 Hrywnja unrechtmäßig bezogen wurden.
Bewährungsstrafe und Rückzahlungsauflage
Die Schuldspruch erging nach Artikel 190, Absätze 1 und 2 des ukrainischen Strafgesetzbuchs (Betrug). Von der verbüßten Haftstrafe wurde die Frau jedoch unter Auflage einer einjährigen Bewährungszeit verschont. Zudem muss sie dem Staat eine Summe von 23.455 Hrywnja zurückerstatten.
In ihrer Einlassung vor Gericht räumte die Angeklagte ein:
„Mir war bewusst, dass ich keinen rechtmäßigen Anspruch auf die Hilfe hatte. Bei der Antragstellung habe ich die Information über das Zusammenleben mit dem Vater der Kinder vorsätzlich verschwiegen.“
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Abwägung zwischen notwendiger sozialer Unterstützung und der Verhinderung von Missbrauch. Gerade für kinderreiche Familien sind staatliche Leistungen oft eine existenzielle Stütze. Die Entscheidung unterstreicht, dass die Behörden die korrekte Vergabe überwachen müssen, um die begrenzten Haushaltsmittel gerecht zu verteilen. Solche Verfahren können Anlass geben, die Kontrollmechanismen für Sozialleistungen zu überprüfen und zu verbessern.
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