Alleinerziehender Vater aus Krywyj Rih nach Mobilisierung wieder zu Hause – er will gegen die Einberufungsbehörde klagen.
Alleinerziehender Vater aus Krywyj Rih aus Militäreinheit entlassen
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Mann aus Krywyj Rih, der trotz der Betreuung seiner fünfjährigen Tochter eingezogen wurde, durfte nach Hause zurückkehren. Er plant nun, rechtlich gegen die Vorgehensweise des Wehrkreisersatzkommissariats vorzugehen. Die Einberufung erfolgte am 8. Juni 2026, und am 29. Juni desselben Jahres wurde der Mann festgenommen und zum territorialen Zentrum für Rekrutierung (TZK) gebracht.
Der Vater des Mädchens beantragte nach seiner Mobilisierung zweimal einen Aufschub, jedoch ohne Erfolg – beide Anträge wurden abgelehnt. Den ersten Antrag auf Zurückstellung stellte er am 19. Juni 2026. Dass das Kind tatsächlich von ihm versorgt wird, ließ sich nicht offiziell bestätigen, da die Mutter die Familie bereits vor drei Jahren verlassen hatte. Zum Zeitpunkt der Einberufung befand sich das Kind übrigens in der Kindertagesstätte, wie Dmytro Lubinez mitteilte.
Reaktion der Führung und Dankesworte
Die Lösung des Falls wurde durch das schnelle Eingreifen der Führung des 475. Regiments ermöglicht. Der Mann bedankte sich ausdrücklich für das Verständnis und die Unterstützung in seiner schwierigen Lage. Er sagte wörtlich:
„Guten Morgen. Ich danke allen, die sich um mich gesorgt haben. Mein Dank gilt der Führung des 475. Regiments, bei dem ich gemeldet war. Das Kommando reagierte umgehend auf die Situation und stellte sich voll hinter mich. Danke auch denen, die für die nötige öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt haben. Jetzt bin ich zu Hause und werde die Sache weiterverfolgen, um sie zu einem gerechten Ende zu bringen.“
Das TZK wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Scheidung die Mutter nicht von ihrer Pflicht entbindet, das Kind gemeinsam mit dem Vater zu erziehen. Der Mann will nun die Handlungen der Einberufungsbehörde anfechten, um die Rechtmäßigkeit seiner Mobilisierung unter Berücksichtigung seiner familiären Situation klären zu lassen.
Dieser Fall verdeutlicht die besonderen Herausforderungen, denen alleinerziehende Väter im Mobilisierungsprozess gegenüberstehen, und zeigt, wie wichtig die Berücksichtigung familiärer Umstände bei der Einberufung ist. Das entschlossene Handeln der Militärführung könnte als Vorbild für ähnliche Fälle dienen, in denen militärische Pflichten mit persönlichen Lebensumständen kollidieren. Die mediale Aufmerksamkeit für diesen Vorfall wird vermutlich die öffentliche Debatte über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mobilisierung in der Ukraine weiter anheizen – insbesondere mit Blick auf Väter, die für ihre Kinder sorgen.
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