Angriff auf Valdai: Ukrainischer Diplomat enthüllt Ziel der russischen Fälschung nach Gespräch zwischen Selenskyj und Trump.
Nach Angaben von ТСН: Die russischen Aussagen über angebliche Angriffe ukrainischer Drohnen auf die Residenz von Wladimir Putin in Valdai erscheinen als Teil einer durchdachten Desinformationskampagne. Diese Aktivität begann sofort nach dem Gespräch von Wladimir Selenskyj mit Donald Trump, was auf die Absicht hindeuten könnte, auf die Verhandlungspositionen Einfluss zu nehmen.
Dies erklärte der ukrainische Diplomat Roman Bessemertny in einem Interview. Er betonte, dass die Version Moskaus keinerlei Kritik standhält, selbst auf oberflächlicher Ebene.
Desinformation im Kontext der Verhandlungen
Bessemertny stellte fest, dass die umfassende Verbreitung von Desinformation am Tag der Verhandlungen zwischen dem ukrainischen Präsidenten und dem amerikanischen Führer zusammen mit europäischen Politikern begann.
„Der Fluss war so dicht, dass es ins Auge fiel. Es gab so viel handfester Unwahrheit - sowohl an der Front als auch im Verhandlungsprozess. Es war offensichtlich: Der Raum wird absichtlich mit 'grauem Rauschen' gefüllt. Dies geschieht immer mit einem Ziel - den Boden für eine bestimmte Operation vorzubereiten“, erklärte der Diplomat.
Differenzen in den russischen Berichten
Der Diplomat wies auch auf Widersprüche in den offiziellen russischen Berichten hin, die darauf hindeuten, dass der 'Angriff' hastig erfunden wurde.
„Das ist eine völlige Lüge. Schon auf der Ebene der Arithmetik. Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte eine Zahl, Lawrow eine andere. Wie kann es 90 Drohnen in der Region Nowgorod geben, wenn insgesamt 94 gestartet wurden? Und davon waren nur etwa zehn in dieser Region“, sagte Bessemertny.
Er widerlegte auch die Informationen über die mögliche Reaktion von Donald Trump auf diesen Vorfall.
„Trump hat öffentlich nichts darüber gesagt. Alles, was wir hören, sind Überlieferungen 'aus den Worten von Uschakow' (Assistent von Putin - Anm.). Wenn ein Text verbreitet wird, der angeblich von Trump gesagt wurde, aber von Uschakow geäußert wurde - das ist eine Lüge von der ersten bis zur letzten Zeile“, betonte er.
Schlussfolgerungen über einen möglichen Angriff
Im Kommentar zur Möglichkeit eines Schlages gegen den Diktator drückte Bessemertny sein Bedauern darüber aus, dass die Information über den Angriff sich als Fälschung herausstellte.
„Es ist schlecht, dass es keinen Schlag auf Valdai gegeben hat. Und es ist schlecht, dass Putin überlebt hat. Und diesmal auch. Ich möchte, dass wir uns dessen klar bewusst sind“, erklärte der Politiker.
Er betonte, dass Putin als international anerkannter Kriegsverbrecher gilt und ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde.
„Er ist ein legitimes militärisches Ziel. Wo auch immer er ist, sollte er von einer Drohne, einer ballistischen Rakete, was auch immer, gejagt werden. Er kann nicht einmal mit Osama bin Laden verglichen werden. Das Ausmaß der Opfer und Zerstörungen, die Putin verursacht hat, ist unvergleichlich. Daher ist jedes Objekt, wo Putin sich befindet, ein legitimes Ziel“, schloss Bessemertny.
Die Äußerungen von Roman Bessemertny unterstreichen die klare Position der Ukraine gegenüber der Desinformation aus Russland, insbesondere im Kontext internationaler Verhandlungen. Das Vorhandensein von Aufrufen zu ernsthaften Reaktionen auf Putins Handlungen weist auf steigende Spannungen in den Beziehungen zwischen den beteiligten Ländern hin, was von der internationalen Gemeinschaft aufmerksam beobachtet werden muss.
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