Russlands Haushaltsloch wächst auf 6 Billionen Rubel – Wirtschaft rutscht in die Krise.

Russlands Haushaltsloch wächst auf 6 Billionen Rubel – Wirtschaft rutscht in die Krise
Russlands Haushaltsloch wächst auf 6 Billionen Rubel – Wirtschaft rutscht in die Krise

Zustand der russischen Wirtschaft

Nach Angaben von UATV: Die russische Wirtschaft steckt tief in der Krise. Grund dafür sind die hohen Militärausgaben und sinkende Einnahmen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 erreichte das Defizit des russischen Bundeshaushalts fast 6 Billionen Rubel. Die Ausgaben beliefen sich auf 17,5 Billionen Rubel, während die Einnahmen nicht über 12 Billionen Rubel hinauskamen. Prognosen zufolge könnte das Defizit bis Jahresende doppelt so hoch ausfallen wie ursprünglich geplant.

Maßnahmen zur Deckung des Defizits

Angesichts dieser wirtschaftlichen Schwierigkeiten plant die russische Vermögensverwaltung Rosimuschtschestwo, 24 Prozent der Anteile an Aeroflot für rund 45 Milliarden Rubel zu verkaufen, ebenso wie 20 Prozent der Aktien des Noworossijsker Seehandelshafens. Diese Schritte sollen das Haushaltsloch stopfen, doch Experten bezweifeln ihre Wirksamkeit.

Auch auf dem Arbeitsmarkt sieht es düster aus: Die verdeckte Arbeitslosigkeit in Russland hat den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt erreicht. Der Gesamtgewinn der Unternehmen im Land ist in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 um ein Drittel eingebrochen. 65 Prozent der Betriebe erzielten im ersten Quartal dieses Jahres keinerlei Gewinn. 209.000 Firmen bereiten sich bereits auf die Insolvenz vor. Besonders kritisch ist der Personalmangel in der Rüstungsindustrie – es fehlt an Ingenieuren und Facharbeitern.

„Was machen wir mit dem Defizit des Bundeshaushalts? Im letzten Jahr hatten wir über 5 Billionen, jetzt wieder knapp 5 Billionen. Zusammen fast 11 Billionen. Was tun wir dagegen? Drucken wir einfach Geld? Wie 1992, als die Preise jede Woche um 30 Prozent stiegen?“

— Waleri Gartung

Fachleute bezweifeln, dass unter diesen Umständen überhaupt ein Wirtschaftswachstum möglich ist. Wladimir Milow stellt klar:

„Warum sollte die Produktion plötzlich steigen? Wir haben keinen Zugang zu den Weltmärkten. Von Investitionen und Technologien sind wir abgeschnitten, die Bevölkerung ist verarmt.“

— Wladimir Milow

Die Lage der russischen Wirtschaft ist das Ergebnis einer Mischung aus Militärausgaben und sinkenden Einnahmen, was zu erheblichen finanziellen Problemen führt. Die geplanten Aktienverkäufe strategischer Unternehmen können das Haushaltsdefizit wohl nur teilweise lindern. Die sich zuspitzende Situation am Arbeitsmarkt und die steigende Arbeitslosigkeit unterstreichen die Tiefe der Wirtschaftskrise. Angesichts der Isolation von den globalen Märkten und fehlender Investitionen erscheint eine wirtschaftliche Erholung äußerst fraglich.


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