Kiewer Stadtrat erleidet Wirbelbruch bei Glatteisunfall.
Sturz mit schweren Folgen für Abgeordneten
Nach Angaben von TSN.ua: Der Kiewer Stadtrat Jewgen Kusmenko hat sich bei einem Sturz auf vereistem Boden in der Hauptstadt einen Wirbelbruch zugezogen. Der Unfall ereignete sich im Rahmen winterlicher Wetterbedingungen, auf die die städtischen Dienste unvorbereitet waren. Kusmenko vertritt den Stadtteil Obolon im Stadtrat und gehört der Fraktion 'Diener des Volkes' an. Zudem bekleidet er das Amt des ersten stellvertretenden Vorsitzenden des ständigen Ausschusses für Architektur, Städtebau und Landfragen.
Verantwortungsstreit in der Stadtspitze
Bereits am 19. Januar war es zu einem Konflikt zwischen Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und dem Leiter der städtischen Militärverwaltung, Timur Tkachenko, gekommen. Auslöser waren die gefährlichen Glatteisverhältnisse, die die Sicherheit der Bürger beeinträchtigten. Kusmenko sprach den städtischen Diensten und Hausverwaltungen seinen Dank aus und merkte an, dass der Winter unerwartet gekommen sei. Die Situation offenbart ein strukturelles Problem in der Winterdienst-Organisation der Metropole.
'Wirbelbruch, mindestens vier Monate außer Gefecht. Eine Schande für unsere Arbeit. Die Stadt der glücklichen Menschen.' Jewgen Kusmenko
Timur Tkachenko führte aus, dass die Räumung von Straßen und Gehwegen durch die Unternehmen 'Kiewawtodor' erfolge, die nicht den Bezirksverwaltungen unterstellt seien, sondern der Verkehrsinfrastrukturabteilung der Stadtverwaltung. Klitschko kommentierte die Lage mit dem Hinweis, er könne die Bezirksleiter nicht eigenmächtig zur Rechenschaft ziehen, da diese vom Präsidenten ernannt würden. Diese Zuständigkeitsfragen behindern eine effektive Koordination.
Der Vorfall mit Kusmenko unterstreicht die mangelnde Reaktionsfähigkeit der Stadtdienste auf winterliche Bedingungen, was zu gefährlichen Situationen für die Einwohner führen kann. Der Konflikt innerhalb der Stadtführung spiegelt zudem die unklare Verantwortungsverteilung bei der Instandhaltung der Verkehrswege wider und sorgt für Verunsicherung. Diese Ereignisse könnten nun den Anstoß für eine Verbesserung des Winterdienstes und der Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt geben.
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