Kiewer Stadtrat erleidet Wirbelbruch auf Glatteis – Wer sorgt für sichere Gehwege?.
Sturz mit schweren Folgen
Nach Angaben von Novyny.live: Der Kiewer Stadtrat Jewgen Kusmenko zog sich bei einem Sturz auf vereisten Straßen der Hauptstadt einen Wirbelbruch zu. In der Folge übte er scharfe Kritik an den städtischen Reinigungsdiensten. Die Gehwege seien nicht ordnungsgemäß vom Eis befreit gewesen, obwohl dies nach dem ukrainischen Stadtsanierungsgesetz Pflicht der Kommunalbetriebe ist. Der Vorfall wirft ein grelles Licht auf die anhaltenden Probleme mit der Wintersicherheit in der Metropole.
Besonders empörte den Politiker die Reaktion der zuständigen Firma: Nur 15 Minuten nach seinem Anruf sei die Stelle geräumt worden. Für Kusmenko ein Zeichen dafür, dass die nötige Vorsorge schlichtweg unterblieb. Er forderte Konsequenzen für das Versagen und betonte:
„Es braucht persönliche Verantwortung und die Entlassung derjenigen, die ihre Arbeit nicht machen“ – Jewgen Kusmenko
Systematisches Versagen der Stadtreinigung
Kusmenko wies dabei die Idee zurück, die Schuld bei höchsten Amtsträgern wie dem Präsidenten, dem Bürgermeister oder dem Leiter der Kiewer Stadtverwaltung zu suchen. Sein Unfall sei kein Einzelfall, sondern Symptom eines grundlegenden Mangels an zuverlässiger Winterdienst-Organisation in Kiew, der dringend behoben werden müsse. Solche Vorfälle sind in ukrainischen Wintern leider keine Seltenheit und führen regelmäßig zu öffentlichen Debatten.
Der schwere Sturz des Abgeordneten unterstreicht die akute Gefahr, die von nicht geräumten Wegen ausgeht – besonders für ältere Menschen. Die Sicherheit der Bürger auf öffentlichen Straßen und Gehwegen muss oberste Priorität haben. Die Lösung des Problems erfordert klare Zuständigkeiten und ein effektives Management der kommunalen Dienste, das nicht erst nach einem Unfall aktiv wird.
Lesen Sie auch
- Besuch von Abramowitsch in Kiew bestätigt: Selenskyj erklärt, dass Chelsea-Erlöse in die Luftabwehr fließen
- G7 und EU-Gipfel: Deutschland, Frankreich und Großbritannien legen Verhandlungsplan mit Russland vor
- Fünf Jahre Haft für Ex-Oberster-Richter Knyazev wegen Bestechung – die wichtigsten Fakten
- Ungarn kürzt Abgeordnetengehälter: So viel weniger erhalten Parlamentarier
- Wie das Schwarzmeerflotten-Abkommen von 1995 den Weg für die Besetzung der Krim ebnete
- Jede Einheit erhält monatlich 50 neue Soldaten: Einblick in das neue Verstärkungssystem der ukrainischen Armee

