Dieselpreis droht auf 90 Hrywnja zu steigen – was treibt die Spritkosten?.
Die aktuelle Lage an den ukrainischen Tankstellen
Nach Angaben von Novyny.live: Die Spritpreise in der Ukraine steigen weiter an. Als Hauptgrund gilt der Konflikt im Nahen Osten, der die globalen Ölmärkte in Bewegung hält. Experten warnen, dass der Literpreis für Diesel noch in dieser Woche die Marke von 90 Hrywnja erreichen könnte. Derzeit liegt der Großhandelspreis für Diesel bei durchschnittlich 82 Hrywnja pro Liter, während an den Tankstellen im Schnitt 73 Hrywnja fällig werden. Von diesen 80 Hrywnja, die der Liter an der Spitze kostet, entfallen allein 30 Hrywnja auf Steuern und Abgaben.
In der Region Kiew blieben die Kraftstoffpreise am 9. März zunächst stabil: Benzin 95 ist ab 65,25 Hrywnja erhältlich, die Premiumvariante 95+ ab 69,99 Hrywnja. Zu Jahresbeginn notierte ein Barrel Rohöl noch bei rund 60 US-Dollar. Die Expertenprognosen sind jedoch düster und rechnen mit einem möglichen Anstieg auf bis zu 100 Hrywnja pro Liter. Der Analyst Oleksiy Kushch hält eine solche Verteuerung für durchaus realistisch.
Analysten sehen Spielraum bei der Steuerlast
Ein weiterer Fachmann, Serhiy Kuyun, geht davon aus, dass sich der Dieselpreis bis zum Wochenende der 80-Hrywnja-Grenze annähern wird. Er verweist auf einen möglichen Stellhebel: Würde die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff von derzeit 20 Prozent auf 7 Prozent gesenkt, könnte der Literpreis um etwa 10 Hrywnja sinken. Für Verbraucher, die bereits jetzt unter der hohen Belastung leiden, wäre das eine spürbare Entlastung.
Die steigenden Treibstoffkosten bereiten in der Ukraine große Sorge, da sie sich auf die Preise für fast alle Waren und Dienstleistungen auswirken. Vor dem Hintergrund weltweiter wirtschaftlicher Verwerfungen und politischer Spannungen behalten sowohl die Regierung als auch Marktbeobachter die Entwicklung genau im Blick. Die Verbraucher hoffen auf eine baldige Entspannung, doch derzeit zeigt die Tendenz weiter nach oben.
Die Preisexplosion hat nicht nur innenpolitische Ursachen, sondern ist auch eine Folge globaler Ereignisse. Konflikte wie der im Nahen Osten senden Schockwellen durch die internationalen Ölmärkte. In dieser Phase der Ungewissheit kommt der Reaktion der Politik eine Schlüsselrolle zu, etwa durch steuerliche Anpassungen. Für die Menschen im Land bedeutet dies, dass sie sich auf mögliche Mehrkosten im Alltag einstellen müssen.
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