Jared Leto will Marke in Russland schützen lassen – und stößt auf Kritik.
Der umstrittene Schritt des US-Stars
Nach Angaben von TSN.ua: Der amerikanische Schauspieler und Musiker Jared Leto hat im März 2023 einen Antrag auf Markenschutz für seinen Namen „Jared Leto“ in Russland gestellt. Diese Pläne stoßen insbesondere in der Ukraine auf scharfe Kritik, da Leto zuvor mögliche Auftritte in Russland in Aussicht gestellt hatte. Seine Markenanmeldung umfasst ein breites Spektrum: von Kleidung und Schuhen über Accessoires bis hin zu Konzerten, Musikproduktionen, Bühnenauftritten und Filmproduktionen.
Äußerungen mit politischen Folgen
Den Zorn ukrainischer Stimmen zog sich Leto mit einer Aussage zu, die er bei einem Konzert in Serbien machte. Er spürte dort, wie er sagte, „viel russische Energie“ und äußerte sich zu möglichen Tourplänen:
„Ihr habt uns vermisst! Ich habe hier viel russische Energie gespürt. Und ich sage euch eines: Wenn all diese Probleme vorbei sind, werden wir uns in eurer Heimat treffen. Wir werden nach Serbien zurückkehren, wir werden nach St. Petersburg, Moskau reisen, einen Stopp in Kiew einlegen. Wir werden abhängen und Spaß haben. So soll es sein.“ - Jared Leto
Diese Worte riefen in der Ukraine eine Welle der Empörung hervor. Das ukrainische Außenministerium wies darauf hin, dass für Russland nur ein einziges „Problem“ existiere: die unabhängige Ukraine. Bemerkenswert ist, dass Leto die Ukraine zuvor unterstützt hatte, unter anderem mit einem Auftritt in Kiew und Appellen zur Konfliktlösung. Die aktuelle Kontroverse wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Gratwanderung von Künstlern in Zeiten des Krieges, bei der jede Äußerung politisch gewertet wird. Der Fall zeigt, wie sensibel der Umgang mit Russland während der andauernden Invasion gesehen wird. Für internationale Stars wird es zunehmend schwierig, sich außerhalb politischer Deutungen zu bewegen, selbst bei geschäftlichen oder künstlerischen Vorhaben.
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