Krise bei Medikamenten in der EU: Warum lebenswichtige Arzneimittel fehlen.
19.09.2025
677
Journalist
Schostal Oleksandr
19.09.2025
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Der Mangel an Medikamenten in den EU-Ländern wird zu einem ernsthaften Problem
In den Ländern der Europäischen Union treten zunehmend Probleme im Zusammenhang mit dem Mangel an Arzneimitteln auf. Laut dem Rechnungshof hat dieses Problem im vergangenen Jahr Rekordmaß erreicht. Wie die Website 'Glavkom' berichtet, wird die Information von Euronews bereitgestellt.Laut den Daten der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wurden im Zeitraum von 2022 bis 2024 insgesamt 136 Fälle kritischen Medikamentenmangel registriert. Im März dieses Jahres stellte sich heraus, dass 34 Arzneimittel fehlen, von denen 16 auf der Liste der von der Europäischen Kommission definierten erforderlichen Mittel stehen.„Zu den Mangelartikeln gehören lebenswichtige Medikamente wie Thrombolytika, das Antibiotikum Amoxicillin und Gegenmittel gegen Blausäurevergiftung“.Die Probleme mit dem Mangel entstehen durch Schwierigkeiten in der Produktion, plötzlichen Nachfrageanstieg oder Entscheidungen von Herstellern, Medikamente vom Markt zu nehmen. Dies führt sowohl temporär als auch langfristig zu Lieferbeschränkungen.
Datenfragmentierung und unterschiedliche Vorschriften
Ein zentrales Problem ist das Fehlen eines einheitlichen Systems zur Erfassung der Verfügbarkeit und Bestände von Medikamenten. Die Anforderungen an die Hersteller variieren erheblich von Land zu Land. Zum Beispiel muss ein Hersteller in den Niederlanden zwei Monate vor Ablauf der Lieferfrist das Gesundheitsministerium über den Mangel an Beständen informieren. In Belgien hingegen kann der Hersteller warten, bis die Bestände tatsächlich aufgebraucht sind.„Auditoren stellten fest, dass die Gesetzgebung über kritische Arzneimittel in der EU keine Zwangsmechanismen vorsieht, die es den Regulierungsbehörden ermöglichen würden, sicherzustellen, dass die Hersteller ihren Verpflichtungen nachkommen“.Leider bleibt die Situation mit dem Mangel an Medikamenten auch nach der Verabschiedung neuer Gesetze und Initiativen der Europäischen Kommission und der EMA schwierig. Die Liste der Arzneimittel, die den Patienten kostenlos aus staatlichen Mitteln zur Verfügung gestellt werden, wurde erweitert.Die Situation des Mangels an Arzneimitteln in den EU-Ländern wird zu einem ernsthaften Problem für die Bevölkerung. Die Fragmentierung der Daten und die unterschiedlichen Regulierungsvorschriften erschweren erheblich die Kontrolle über die Medikamentenversorgung, was die Lage selbst in gut entwickelten europäischen Ländern verschlechtert. Die Festlegung gemeinsamer Standards und Überwachungsmechanismen könnte ein wichtiger Schritt zur Lösung dieses dringenden Problems sein.
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