EU plant finalen Ausstieg: So soll das Ende für russisches Gas und Öl kommen.

EU plant finalen Ausstieg: So soll das Ende für russisches Gas und Öl kommen
EU plant finalen Ausstieg: So soll das Ende für russisches Gas und Öl kommen

Der Weg der EU in die Energieunabhängigkeit

Nach Angaben von UATV: Die Europäische Union arbeitet mit Hochdruck an Plänen, um sich vollständig von russischen Energielieferungen zu lösen. Der für Energie zuständige EU-Kommissar Dan Jørgensen hat angekündigt, den Import von russischem Öl und Gas stoppen zu wollen. Seiner Aussage nach will Europa keine russische Energie mehr beziehen, um nicht länger den von Russland geführten Krieg zu finanzieren.

Der Anteil russischen Gases am europäischen Markt hat sich drastisch verändert: Während er 2021 noch bei 45 Prozent lag, liegt er heute nur noch bei etwas über 10 Prozent. Diese Entwicklung zeigt die konsequenten Bemühungen der EU, ihre Abhängigkeit von russischen Energieträgern zu reduzieren. Den Plänen zufolge sollen die Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Russland bis Ende 2023 vollständig eingestellt werden. Bis September 2024 plant die EU zudem, auch die letzten Lieferungen von Pipeline-Gas zu beenden.

EU-Sanktionen und die neue Energiepolitik

Dan Jørgensen wies darauf hin, dass es bereits EU-Sanktionen gibt, die Lieferungen von russischem Rohöl unterbinden sollen.

'Wir haben im Grunde Sanktionen, um die Lieferungen von russischem Rohöl nach Europa zu stoppen. Zwei Länder haben hiervon noch Ausnahmen. Aber ich beabsichtige, einen gut durchdachten Gesetzesvorschlag vorzulegen, um auch dies zu beenden, damit wir in Zukunft vollständig auf russisches Rohöl verzichten.' - Dan Jørgensen

Der EU-Kommissar betonte, dass die Europäische Kommission klar ihre Absicht bekundet habe, alle Energieimporte aus Russland zu beenden. 'Wir können den Krieg nicht länger indirekt finanzieren, indem wir Putin Geld für seine Energiebedürfnisse geben. Deshalb muss dies so schnell wie möglich aufhören', fügte Jørgensen hinzu.

Er machte deutlich, dass selbst der verbliebene Anteil von 10 Prozent russischen Gases noch zu hoch sei und ebenfalls verschwinden müsse:

  • Bis Ende dieses Jahres soll sämtliches LNG vom Markt genommen werden.
  • Bis Ende des nächsten Jahres soll dann auch der Rest des Pipeline-Gases wegfallen.

Die Pläne der Europäischen Union zielen somit auf eine vollständige Abkehr von russischen Energieressourcen ab. Dieser Schritt ist von großer strategischer Bedeutung, um die Abhängigkeit von Russland zu verringern und die Stabilität in der Region zu stärken. Die Umstellung wird die globalen Energiemärkte voraussichtlich spürbar verändern, da die EU alternative Bezugsquellen erschließen muss, was zu Verschiebungen bei Preisen und Lieferströmen führen kann. Dieser konsequente Kurs unterstreicht das Bestreben der EU nach größerer Energiesicherheit und strategischer Autonomie – eine zentrale Lehre aus den aktuellen geopolitischen Herausforderungen.


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