Slowakei hat den Waffenexport nach Ukraine trotz der Aussagen von Fico verdreifacht: Wie das geschah.
Nach Angaben von ТСН: Die Slowakei erhöht den Waffenexport in die Ukraine, trotz des Versprechens von Premierminister Robert Fico, 'keine Kugel' nach Kiew zu liefern.
Seit Robert Fico im Oktober 2023 erneut Premierminister wurde, bleibt seine Position zur militärischen Unterstützung der Ukraine negativ. Er ist der Ansicht, dass die Waffenlieferungen den Konflikt nur verlängern und kritisiert auch die EU-Sanktionen gegen Russland. Fico unterstützt nicht das Bestreben der Ukraine, der NATO beizutreten. Treffen mit Wladimir Putin haben unter seinen europäischen Kollegen für große Empörung gesorgt.
Der Private Sektor liefert aktiv Waffen
Trotz der Regierungsposition setzen slowakische Waffenhersteller weiterhin aktiv Waffenlieferungen an die Ukraine fort und erzielen dabei erhebliche Gewinne. Im Jahr 2024 wird der Waffenexport aus der Slowakei auf etwa 1,15 Milliarden Euro geschätzt, was etwa 1 % des BIP des Landes ausmacht. Das ist fast doppelt so viel wie im Jahr 2023 und das Zehnfache der Werte vor Beginn des russischen Übergriffs im Jahr 2022.
Die Analysefirma Oxford Economics stellte fest, dass die Slowakei einer der am schnellsten wachsenden Waffenexporteure geworden ist. Im Zeitraum von 2022 bis 2024 hat der Anteil des Waffenexports am BIP des Landes etwa 0,7 % erreicht, was die Werte vieler großer Exporteure wie der USA, Polen und Tschechien übersteigt.
Erwartungen für 2025
Obwohl die Daten für 2025 noch nicht veröffentlicht wurden, vermutet das slowakische Nachrichtenportal SME, dass der Waffenexport bis zu 1,7-2 % des BIP betragen könnte, was einen Rekordwert für das Land darstellen würde.
Der stellvertretende Verteidigungsminister der Slowakei, Igor Melicher, bemerkte, dass dieser Trend keine Unterstützung für den Krieg sei, sondern vielmehr ein Zeichen für die Entwicklung des Handelssektors. Er fügte hinzu, dass die Regierung ihr Versprechen, keine Waffen aus den staatlichen Beständen der Ukraine zu liefern, einhalte, da Einschränkungen der Rüstungsunternehmen den Prinzipien des freien Marktes widersprechen.
„Wir sind der EU beigetreten aufgrund gemeinsamer Werte, wir respektieren den freien Markt. Daher wären Einschränkungen der Rüstungsunternehmen ziemlich heuchlerisch“, bemerkte er.
Es wurde zuvor erklärt, dass die Slowakei die militärische Unterstützung für die Ukraine einstellen wolle. Doch neue Daten zeigen, dass trotz politischer Aussagen der private Sektor Wege findet, aktiv an der Unterstützung der Ukraine in ihrem Widerstand teilzunehmen.
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