Ab 2027: Neue Lohnstruktur in der Ukraine – Das ändert sich für Arbeitnehmer.
Reform der Vergütung: Ukraine plant grundlegende Änderungen
Nach Angaben von Novyny.live: Die Ukraine bereitet eine umfassende Neuordnung des Lohnsystems vor. Diese soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Ziel ist es, eine völlig neue Gehaltsstruktur zu schaffen, die auf einem sogenannten Grading-System basiert und einen gesetzlichen Mindestlohn festschreibt. Der entsprechende Gesetzentwurf Nr. 14387 mit dem Titel „Über ein faires Vergütungssystem in der Ukraine“ hat bereits die Empfehlung des Ausschusses für Sozialpolitik und Veteranenrechte der Werchowna Rada erhalten. Das bedeutet, dass das Parlament den Entwurf nun in erster Lesung behandeln könnte. Arbeitnehmer müssen sich also auf neue Regelungen zur Entlohnung einstellen.
Kernpunkte der geplanten Neuerungen
Nach dem neuen Modell wird der Mindestlohn gesetzlich als Vergütung für einfache, ungelernte Tätigkeiten definiert. Die Reform sieht eine detaillierte Aufschlüsselung des Arbeitsentgelts vor, das sich aus folgenden Komponenten zusammensetzen soll:
- dem Grundgehalt
- Zusatzvergütungen
- vom Arbeitgeber gewährten Zusatzleistungen (Benefits)
Zudem werden grundlegende Begriffe wie „Arbeitsentgelt“, „Grading“, „Gehalt“, „Mindestlohn“, „öffentlicher Dienst“, „Besoldung“ und „politische Ämter“ klar definiert. Das neue Grading-System löst die bisherige Tariftabelle ab, was für mehr Ordnung bei Gehaltsfragen sorgen soll.
Bereits jetzt zeichnen sich Entwicklungen ab: In den regionalen Staats- und Militärverwaltungen sind die Gehälter um 31,3 Prozent gestiegen, bei den Gerichten um 9,6 Prozent. Die höchsten Durchschnittsgehälter werden derzeit bei der Nationalen Kommission für staatliche Regulierung im Energiebereich gezahlt – dort liegen sie bei 104.000 Hrywnja. In der Hauptstadt Kiew beträgt das Durchschnittsgehalt 47.120 Hrywnja, in der Oblast Kiew 32.370 Hrywnja. Deutlich niedriger ist es in den Oblasten Tscherniwzi und Kirowohrad, wo die Werte bei etwa 22.000 Hrywnja liegen.
Halyna Tretjakowa, Vorsitzende des Ausschusses für Sozialpolitik und Veteranenrechte, betonte die Bedeutung dieser Reform. Sie soll die Arbeitsbedingungen verbessern und für alle Beschäftigten in der Ukraine eine gerechtere Bezahlung sicherstellen.
Die Einführung des neuen Vergütungssystems könnte die Wirtschaft und die soziale Struktur des Landes nachhaltig beeinflussen. Millionen Bürgern wären bessere Arbeitsbedingungen sicher. Das Grading-Modell erlaubt eine transparentere Festlegung von Gehaltsstufen, was die Lohnungleichheit verringern und die Motivation der Arbeitnehmer steigern könnte. Ein wichtiger Punkt wird die Überwachung der Umsetzung dieser Reform und ihre tatsächlichen Auswirkungen auf den gesamten ukrainischen Arbeitsmarkt sein.
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