Scheinangestellte in Kiews Stadtbetrieben: So versickern Millionen aus den Gebühren.
Wie Millionen aus den Gebührenzahlungen verschwinden
Nach Angaben von Novyny.live: In den kommunalen Unternehmen der ukrainischen Hauptstadt Kiew gibt es Scheinangestellte, die regelmäßig Gehälter beziehen. Den Erkenntnissen zufolge beschäftigt jedes dieser Unternehmen etwa 40 solcher fiktiven Mitarbeiter. Die Summen sind beträchtlich: Allein ein Betrieb kann monatlich umgerechnet rund 10.000 US-Dollar für diese fingierten Lohnzahlungen aufwenden. Diese Praxis ist ein offenes Geheimnis und belastet die Gebührenzahler erheblich.
Am 23. Januar durchsuchten Beamte der Nationalen Polizei der Ukraine die Finanzabteilung der Stadtverwaltung von Kiew. Die Ermittlungen lösten in der Öffentlichkeit und in politischen Kreisen Besorgnis aus und zeigen, dass die Behörden aktiv gegen solche Strukturen vorgehen.
Das ist ein klassisches Schema bei den Kiewer Stadtbetrieben, das seit etwa 15 Jahren läuft.
Oleksiy Kucherenko, Volksabgeordneter
Der aufgedeckte Fall von Scheinbeschäftigungen unterstreicht ein tief verwurzeltes Korruptionsproblem im ukrainischen Staatssektor. Die Durchsuchungen deuten auf eine verstärkte Anstrengung hin, gegen solche betrügerischen Praktiken vorzugehen. Ob und wie schnell umfassende Audits und Reformen umgesetzt werden, wird entscheidend sein, um die Effizienz der städtischen Dienstleistungen zu verbessern und das verlorene Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. Solche Skandale untergraben seit Jahren die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Verwaltung.
Lesen Sie auch
- EU-Sanktionen gegen Russland und Start von Verhandlungskapiteln: Selenskyj trifft sich mit Brüsseler Spitzen
- Eigenes Raketenprogramm: Wann die Ukraine Ziele in Russland treffen kann
- Ab Herbst 2023: Langjährige Soldaten erhalten Chance auf Entlassung aus dem Dienst
- Neue Ära im Krieg: Ukrainische Raketen sollen ab 2027 alles verändern
- Lukaschenko entschuldigt sich bei Selenskyj: Belarus wird nicht in den Krieg eintreten
- Vier Jahre nach der EU-Unterstützung für die Ukraine-Kandidatur: Erfolge und der nächste Schritt

