Massive Prüfungswelle für Einzelunternehmer in der Ukraine: Diese Einkommen stehen bis 2027 im Fokus.
Ukraine plant Überprüfung der Steuererklärungen von Einzelunternehmern
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine steht eine umfassende Kontrolle der Einkommenssteuererklärungen von Einzelunternehmern (FOP) für die Jahre 2025 und 2026 bevor. Diese Maßnahme ist Teil des sogenannten „großen Steuergesetzentwurfs“ und zielt darauf ab, die Einkünfte von Selbstständigen genauer zu überwachen. Ab dem 1. Januar 2027 soll für jene Einzelunternehmer, deren Einkommen 4 Millionen Hrywnja übersteigt, eine automatische Registrierung als Mehrwertsteuerpflichtiger (MwSt.) erfolgen. Ursprünglich war eine Grenze von 1 Million Hrywnja im Gespräch, doch die neuen Regelungen sehen nun einen deutlich höheren Schwellenwert für die Pflichtregistrierung vor.
Nach den neuen Vorschriften erhalten Unternehmer die Möglichkeit, ihre eingereichten Berichte für das Jahr 2025 und/oder die Quartale des Jahres 2026 überprüfen zu lassen. Dies soll den Prüfprozess für Unternehmen vereinfachen und für mehr Transparenz in Steuerfragen sorgen. Gleichzeitig werden jedoch auch die Berichtspflichten verschärft. So wird eine quartalsweise Berichterstattung eingeführt, die die bisherige jährliche oder vierteljährliche Ablösung ersetzt. Zudem kommt ein aktualisiertes Formular für die Verbrauchsteuererklärung. Ab März 2026 müssen Einzelunternehmer ihre Meldungen bis zum 20. eines jeden Monats einreichen.
Neue Strafen und Steuersätze: Was sich ändert
Die Reform betrifft auch die Sanktionen bei Verstößen. Vorgeschlagen wird eine Senkung der Geldstrafen auf 1 Hrywnja für die ersten fünf Vergehen im Laufe des Jahres 2027, was die finanzielle Belastung für Unternehmer reduzieren könnte. Allerdings sehen die Neuerungen auch ein Ausreiseverbot ins Ausland vor, wenn eine Steuerschuld von über 1 Million Hrywnja besteht und diese nicht innerhalb von 240 Tagen beglichen wird.
Im Jahr 2026 gelten in der Ukraine weiterhin drei Mehrwertsteuersätze: 20 %, 7 % und 0 %. Dennoch könnte die Umstellung von jährlicher oder quartalsweiser auf monatliche Berichterstattung sowie die komplexere Berechnung von Dienstleistungskosten zu einer höheren Steuerlast für Unternehmer führen. Diese Veränderungen sorgen für Diskussionen in der Geschäftswelt und könnten die Art und Weise, wie Unternehmen in der Ukraine geführt werden, erheblich beeinflussen.
Die geplanten Anpassungen der Steuerpolitik in der Ukraine könnten kleine und mittlere Unternehmen stark treffen, da die neuen Meldeanforderungen und möglichen Strafen eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Die Einführung der automatischen Mehrwertsteuerregistrierung nach neuen Kriterien zeigt zudem das Bestreben des Staates, die Kontrolle über Steuereinnahmen zu verschärfen. Diese Initiativen könnten zu Veränderungen in den Geschäftsstrategien führen, da sich Unternehmer an die neuen Rahmenbedingungen anpassen müssen.
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