Ex-OB von Odessa fordert von Selenskyj die Rücknahme des Ausbürgerungsdekrets.

Ex-OB von Odessa fordert von Selenskyj die Rücknahme des Ausbürgerungsdekrets
Ex-OB von Odessa fordert von Selenskyj die Rücknahme des Ausbürgerungsdekrets

Der Fall des ehemaligen Odessaer Bürgermeisters

Nach Angaben von TSN.ua: Der frühere Bürgermeister von Odessa, Hennadij Truchanow, bestreitet entschieden, jemals die russische Staatsbürgerschaft besessen zu haben. Er hat sich nun direkt an Präsident Wolodymyr Selenskyj gewandt und fordert die Aufhebung des Erlasses, der ihm den ukrainischen Pass entzogen hat. Truchanow beruft sich auf rechtlich bindende Dokumente, die seine Position untermauern sollen. Konkret verweist er auf eine offizielle Antwort vom 30. Dezember 2025, die bestätige, dass er weder jetzt noch jemals zuvor russischer Staatsbürger gewesen sei.

Das umstrittene Ausbürgerungsdekret war am 14. Oktober 2025 erlassen worden. Truchanow hatte Odessa insgesamt 12 Jahre lang regiert. Dem widerspricht jedoch der ukrainische Sicherheitsdienst SBU, der behauptet, Truchanow sei sehr wohl russischer Staatsangehöriger und besitze einen entsprechenden Reisepass. Vor diesem Hintergrund kündigt Truchanow an, die Aberkennung seiner Staatsbürgerschaft gerichtlich anzufechten.

Appell an das Staatsoberhaupt

In seinem Schreiben an Selenskyj erklärte Truchanow:

'Ich bitte Sie als Garant der Verfassung: Geben Sie die Order, diese offiziellen Dokumente zu prüfen. Und fällen Sie die einzig mögliche gerechte Entscheidung. Ich bitte nicht um Privilegien. Ich bestehe auf Rechtmäßigkeit. Ich war und bleibe Bürger der Ukraine. Und das – unwiderruflich.'

Mit diesen Worten unterstreicht er seinen Willen, für seine Rechte zu kämpfen und seinen Status als ukrainischer Bürger wiederherzustellen.

Derzeit sammelt Truchanow alle erforderlichen Beweise, um seinen Standpunkt im Ausbürgerungsverfahren zu untermauern, und hofft auf einen positiven Ausgang der Gerichtsverfahren. Der Fall stößt auf erhebliches öffentliches Interesse und wirft Fragen zur Rechtmäßigkeit des staatlichen Vorgehens in Staatsbürgerschaftsfragen auf. Truchanow beharrt weiterhin darauf, ukrainischer Staatsbürger zu sein und seine Rechte verteidigen zu wollen.

Der Fall Hennadij Truchanow verweist auf die grundsätzliche Bedeutung von Staatsbürgerschaftsfragen in der Ukraine, insbesondere in Zeiten sicherheitspolitischer Herausforderungen. Die Entscheidung zur Ausbürgerung und ihre möglichen Folgen lösen in der Gesellschaft Debatten über die Grenzen staatlicher Befugnisse aus. Die gerichtliche Aufarbeitung könnte nicht nur für Truchanow, sondern auch für andere Personen in ähnlichen Situationen weitreichende Präzedenzwirkung entfalten.


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