Stalins Weinkeller in Georgien erstmals der Öffentlichkeit zugänglich: 40.000 seltene Flaschen kommen unter den Hammer.
Weinlager in Tiflis öffnet seine Tore
Nach Angaben von Novyny.live: Erstmals in der Geschichte hat die georgische Regierung ein Weinlager in Tiflis für die Öffentlichkeit freigegeben. In dem Keller lagert eine Sammlung von rund 40.000 seltenen Weinen. Ein Teil dieser Kollektion soll nun versteigert werden. Die Bestände umfassen sowohl französische als auch georgische Weine, darunter Flaschen, die einst Josef Stalin gehörten. Manche der Flaschen stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Die Erlöse aus der Weinauktion fließen in die Gründung einer Schule für Weinbau und Önologie. Das Projekt wird gemeinsam mit dem georgischen Landwirtschaftsministerium umgesetzt. Irakli Gilauri, Inhaber des Unternehmens Gilauri Wines, betonte:
„Die Auktion soll internationale Sammler auf das georgische Weinerbe aufmerksam machen“. Dieser Schritt unterstreicht das Bestreben, die georgische Weinkultur weltweit bekannter zu machen.
Jahrtausendealte Weintradition Georgiens
Georgien zählt zu den ältesten Weinbaunationen der Erde – die Weinherstellung reicht hier rund 8.000 Jahre zurück. Eine zentrale Rolle spielt dabei die traditionelle Reifung in Kvevri-Tongefäßen. Victor Chen, der die Öffnung des Weinkellers kommentierte, meinte:
„Es fühlt sich an, als wäre man Indiana Jones, der eine Höhle entdeckt: Es könnte nichts sein, aber es könnte auch etwas Besonderes sein“.
Die Freigabe des Weinkellers in Tiflis ermöglicht somit nicht nur einen Einblick in die reiche Geschichte des georgischen Weinbaus, sondern eröffnet auch neue Perspektiven für die weinbauliche Ausbildung im Land. Zugleich unterstreicht sie Georgiens Bedeutung auf der globalen Weinbühne: Die einzigartigen Traditionen und Herstellungsverfahren ziehen nicht nur Touristen an, sondern auch Investoren und Sammler aus aller Welt.
Lesen Sie auch
- Gehälter im Mai: Ukrainischer Premier Schmyhal verdient knapp 129.000 Griwna
- Polen plant Anhebung des Mindestlohns für 2027: Diese Beträge sind im Gespräch
- Wegen Inflation: Russlands Zentralbank kann Leitzins nicht senken – Behörde geht gegen Wirtschaftsexperten vor
- Odessa plant großes Abwasserprojekt – illegale Einleitungen erzwingen Handeln
- Tankstellenpreise in Charkiw bleiben am 7. Juni stabil – das kostet Benzin, Diesel und Gas
- Euro-Tausch im Juni: Für Ukrainer bietet sich jetzt ein günstiges Zeitfenster

