17 neue Züge und zwei Stationen: So will die EBRD die U-Bahn in Charkiw modernisieren.
U-Bahn-Ausbau in Charkiw nimmt Fahrt auf
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Stadt Charkiw treibt die Modernisierung ihrer U-Bahn voran. Ermöglicht wird dies durch ein Infrastrukturprojekt, das die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) unterstützt. Wie Bürgermeister Ihor Terechow mitteilte, umfassen die Pläne sowohl die Erneuerung der Fahrzeugflotte als auch den Streckenausbau.
Die wichtigsten Schritte der Modernisierung
Ein zentraler Bestandteil ist die Beschaffung von 17 neuen Zügen, die aus insgesamt 85 Waggons bestehen. Diese Investition soll die Qualität des Nahverkehrs in der Millionenstadt deutlich verbessern. Parallel dazu ist der Bau eines unterirdischen Elektrodepots vorgesehen. Dieses schafft nicht nur eine sichere Basis für die Wartung der neuen Fahrzeuge, sondern bereitet auch den Weg für den weiteren Ausbau des Streckennetzes.
Das Projekt sieht außerdem die Errichtung von zwei neuen Stationen vor: „Derzhavynska“ und „Odeska“. Mit ihnen wird das U-Bahn-Netz um 3,47 Kilometer wachsen. Darüber hinaus soll die bisher provisorische Station „Kaschtanowa“ fertiggestellt werden, was die Anbindung der umliegenden Wohngebiete spürbar verbessert.
„U-Bahn-Projekte brauchen immer ihre Zeit“, erklärte Arvid Türkner, der Projektverantwortliche der EBRD.
Gleichzeitig betonte er, dass „die Erneuerung der Züge und die Vorbereitungen für den Deponbau klar voranschreiten“. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die Verkehrsinfrastruktur von Charkiw nachhaltig zu stärken.
Seit Beginn des Krieges ist die Nutzung der U-Bahn in Charkiw kostenfrei – eine wichtige Entlastung für die Bewohner in der angespannten Wirtschaftslage. Die Modernisierung des Systems ist ein zentraler Baustein für die Stadtentwicklung und soll die Lebensqualität der Menschen in Charkiw steigern.
Das von der EBRD finanzierte Projekt ist Teil eines größeren städtischen Entwicklungsplans. Ziel ist es, nicht nur den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität während des Krieges zu fördern. Der kostenlose Zugang zur U-Bahn sichert den Bürgern in der Krise die Mobilität, während die neuen Stationen und Züge langfristig das Reisen in der Stadt erleichtern sollen. Diese Veränderungen könnten ein wichtiger Schritt für den Wiederaufbau und die Zukunft Charkiws nach dem Ende des Konflikts sein.
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