Teheran droht Kiew mit Raketenangriffen: Welche Reichweite die iranischen Waffen haben.
Warum Irans Raketenarsenal für die Ukraine gefährlich wird
Nach Angaben von UATV: Die Unterstützung Israels durch die Ukraine könnte weitreichende Konsequenzen haben. Ibrahim Azizi, Vorsitzender der Kommission für nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament, erklärte dazu:
„Indem die Ukraine das israelische Regime mit Drohnen unterstützt hat, ist sie de facto zur Kriegspartei geworden. Gemäß Artikel 51 der UN-Charta hat sie damit ihr gesamtes Territorium zu einem legitimen Ziel für den Iran gemacht“(Ibrahim Azizi). Damit macht Teheran deutlich, dass man eine militärische Reaktion auf die ukrainische Hilfe für Israel in Betracht zieht.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie der Iran seine Raketenfähigkeiten ausbaute. So erhielt Teheran Zugang zu chinesischer Raketentechnologie durch die Lieferung von CSS-8-Raketen. Bereits 1985 kaufte der Iran zudem R-17-Raketen des Systems ‚Elbrus‘ aus Libyen, was die Weiterentwicklung des eigenen Programms vorantrieb. Auch Nordkorea spielte eine Rolle: Das Land hatte in den 1970er-Jahren ‚Skud‘-Raketen aus Ägypten erhalten – ein Beispiel für die internationale Verbreitung solcher Technologien in der Region.
Heutige Stärke der iranischen Raketenstreitkräfte
Schätzungen zufolge verfügt der Iran heute über mehr als 3000 ballistische Raketen unterschiedlicher Typen. General Kenneth McKenzie bestätigte dies am 15. März 2022 mit den Worten:
„Der Iran besitzt mehr als 3000 ballistische Raketen“(General Kenneth McKenzie). Rund 1000 bis 1200 dieser Raketen hat Teheran bereits auf Ziele in den Golfstaaten und Israel abgefeuert, was die intensive Nutzung dieser Waffen in Konflikten belegt.
Die Reichweite der iranischen Raketen variiert zwischen 300 und 2500 Kilometern. Zu den neueren Entwicklungen zählt die Rakete ‚Khaibar-Shekan‘ mit einer Reichweite von 1450 Kilometern, während die weitreichendste Rakete ‚Khorramshahr‘ ist – sie kommt auf 2000 Kilometer und wurde im Januar 2017 getestet. Die Massenproduktion erfolgt oft über iranische Stellvertretergruppen wie die Hamas und die Hisbollah.
Ein entscheidender Faktor für die Ukraine: Die Entfernung zwischen den südlichen Regionen des Landes und dem Norden Irans beträgt etwa 1450 bis 1500 Kilometer. General Kenneth McKenzie äußerte sich besorgt über die iranischen Raketenkräfte und bezeichnete sie als „die größte Sicherheitsbedrohung für die Region“. Er betonte zudem:
„Auf militärischer Ebene beunruhigt mich vor allem, dass sie keine Atomwaffen haben – aber ich bin auch sehr besorgt über das erhebliche Wachstum und die Effektivität ihres Programms für ballistische Raketen“(General Kenneth McKenzie).
Die Bedrohung durch das iranische Raketenprogramm gewinnt vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der internationalen Unterstützung für Kiew eine neue Dimension. Teherans Fähigkeiten könnten nicht nur die Ukraine, sondern die gesamte Region destabilisieren. Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen Iran, Israel und deren Verbündeten sowie der aktiven Hilfe für die Ukraine ist dieses Thema für die internationale Gemeinschaft von besonderer Bedeutung. Es liegt im Interesse aller einflussreichen Staaten, Maßnahmen zu ergreifen, um die Risiken zu minimieren, die von Irans Raketenprogramm und seinen potenziellen Folgen für die regionale Sicherheit ausgehen.
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