Jeder fünfte Gastronomiebetrieb in Kiew droht das Aus.
Kiews Gastronomie vor der Krise: Jeder fünfte Betrieb könnte bis zum Frühjahr schließen
Nach Angaben von TSN.ua: In der ukrainischen Hauptstadt zeichnet sich eine dramatische Entwicklung ab: Massive Stromausfälle und strenge Frostperioden zwingen immer mehr Restaurants und Cafés zur Schließung. Experten schätzen, dass bis zum Frühling bis zu 20 Prozent aller Gastronomiebetriebe ihre Türen für immer schließen könnten. Seit Anfang Januar ist die Kundenzahl in den meisten Lokalen Kiews um etwa die Hälfte eingebrochen – eine existenzielle Bedrohung für die Branche.
Die Restaurantexpertin Olga Nasonova schätzt, dass sich lediglich 10 Prozent der Betriebe trotz der widrigen Umstände noch über Wasser halten können. Die große Mehrheit der Restaurants und Cafés verzeichnet dagegen einen drastischen Rückgang der Gästezahlen, verursacht durch die anhaltenden Stromsperren und die extreme Kälte.
'Angesichts der aktuellen Lage halte ich es für realistisch, dass bis zum Frühjahr tatsächlich diese 20 Prozent des Marktes verschwinden werden', betonte Olga Nasonova.
Laut Nasonova hat bereits im Dezember ein Prozess eingesetzt, den sie als 'Restaurantsterben' bezeichnet und der bis heute anhält. Zum ersten Mal seit der COVID-19-Pandemie kommt es wieder zu einem Massenphänomen, bei dem Betriebe vorübergehend oder dauerhaft schließen müssen. Diese Entwicklung sorgt für große Besorgnis bei Unternehmern und Beschäftigten gleichermaßen, die die negativen Folgen bereits jetzt deutlich zu spüren bekommen. Die Situation ist für viele Betriebe noch prekärer als während der Lockdowns, da die Infrastruktur selbst betroffen ist.
Energiekrise und Winter setzen der Branche zu
Die Krise in Kiews Gastronomie ist das Ergebnis eines verheerenden Zusammenspiels äußerer Faktoren, allen voran der Energiekrise und extremen Wetterbedingungen. Die Schließung eines so großen Teils der Betriebe hätte schwerwiegende Konsequenzen für die Stadt:
- den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze,
- eine Verringerung des Wettbewerbs,
- eine deutlich geringere Vielfalt im gastronomischen Angebot.
Die Ereignisse unterstreichen, wie wichtig die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen in Krisenzeiten ist, um die wirtschaftliche Stabilität einer Metropole wie Kiew zu bewahren.
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