Einzigartige Stickikone aus dem 19. Jahrhundert vom Zoll in Kiew beschlagnahmt.
Seltene Ikone vom Kiewer Zoll sichergestellt
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Kiewer Zoll hat eine seltene Ikone beschlagnahmt, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefertigt wurde und keine Ausfuhrgenehmigung aus der Ukraine besaß. Was dieses Exemplar so besonders macht, ist die Kombination aus Ölmalerei und kunstvoller Stickerei – eine seltene Technik, die seinen künstlerischen Wert enorm steigert. Solche Werke sind heute deutlich seltener erhalten als reine gemalte Ikonen.
Bei der Verzierung kamen Seidenfäden, Pailletten sowie flache und gedrehte Silberfäden zum Einsatz – ein Beleg für das hohe handwerkliche Können der damaligen Zeit. Entstanden ist die Ikone in einer Werkstatt, die in der Tradition der Klosterstickerei stand, was ihre Bedeutung zusätzlich unterstreicht. Experten schätzen, dass gestickte Ikonen aus dieser Epoche nur in geringer Zahl überliefert sind.
Rechtliche Konsequenzen des Fundes
Weil die erforderlichen Papiere für die Ausfuhr von Kulturgütern fehlten, leitete der Kiewer Zoll ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Zollvorschriften ein. Die wertvolle Ikone wurde bis zu einer gerichtlichen Entscheidung sichergestellt. Nach ukrainischem Recht ist die Ausfuhr von Kulturgütern ins Ausland nur mit einer speziellen Bescheinigung erlaubt, die die Legalität des Exports bestätigt.
Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig die Einhaltung der Gesetze zum Schutz des kulturellen Erbes ist. Durch solche Kontrollen soll verhindert werden, dass nationale Kulturschätze illegal außer Landes gebracht werden. Das Verfahren vor Gericht wird nun über das weitere Schicksal der Ikone entscheiden – und ob eine legale Ausfuhr doch noch möglich ist. Der Fall könnte auch als Präzedenzfall für ähnliche Sicherstellungen dienen.
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