Exhumierungen auf Wolhynien: Gedenken und Gebet für die Opfer des Zweiten Weltkriegs beginnen.
Gemeinsames Gebet und Ehrungen für die Toten des Zweiten Weltkriegs
Nach Angaben von Espreso.tv: In der Stadt Olyka in der Region Wolhynien versammeln sich Menschen zu einem gemeinsamen Gebet und Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs, insbesondere an die Tragödie von Wolhynien. Die Zeremonie findet auf dem alten katholischen Friedhof in Olyka statt. Polen begeht alljährlich am 11. Juli den Gedenktag für die Opfer der Verbrechen auf Wolhynien. Das Ereignis, das in der ukrainischen Geschichtsschreibung als Wolhynien-Tragödie bekannt ist, wird von Polen als Wolhynien-Massaker bezeichnet.
Die Bedeutung von Erinnerung und Versöhnung
Im Rahmen der Veranstaltung wurden eindringliche Worte gesprochen. So betonte Władysław Kosiniak-Kamysz:
'Es gibt Orte, an denen die Erde sich noch immer erinnert. Olyka bei Luzk in Wolhynien ist einer dieser Orte, an dem die Geschichte eine der tiefsten Wunden unseres Volkes hinterlassen hat.' — Władysław Kosiniak-Kamysz
Er hob zudem die Bedeutung des Erinnerns hervor: 'Die Erinnerung ist unsere Pflicht, und die Wahrheit ist die Grundlage der Versöhnung.'
Ab dem 13. Juli beginnen in den ehemaligen Dörfern Ostriwky und Wolja Ostrowezka im Rajon Kowel auf Wolhynien die Exhumierungen der Überreste der Getöteten. Die Untersuchungen dauern bis zum 7. August. Das Motto der Aktion lautet: 'Wir erinnern. Wir beten. Wir vereinen uns für den Frieden.' Diese Initiative stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Erinnerung an die tragischen Ereignisse der Vergangenheit zu bewahren und die Versöhnung zwischen den Völkern zu fördern.
Die Ehrung der Opfer der Wolhynien-Tragödie unterstreicht, wie bedeutsam das historische Gedächtnis für beide Nationen – Ukrainer und Polen – ist. Sie zeigt auch das Bestreben, durch die Exhumierung der sterblichen Überreste Gerechtigkeit wiederherzustellen. Diese Maßnahmen könnten die Grundlage für einen weiteren Dialog und eine Aussöhnung bilden, was angesichts der aktuellen Herausforderungen, vor denen beide Länder stehen, besonders relevant ist. Der Prozess zielt darauf ab, Verständnis zu schaffen und alte Wunden zu heilen, ohne die historischen Fakten zu verändern.
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