Appellationsverhandlung im Fall des Seilbahn-Mörders von Kiew.

Appellationsverhandlung im Fall des Seilbahn-Mörders von Kiew
Appellationsverhandlung im Fall des Seilbahn-Mörders von Kiew

Appellationsgericht verhandelt über Revision von Artem Kosov

Nach Angaben von Novyny.live: Am 11. März 2024 verhandelte das Kiewer Appellationsgericht über die Berufung von Artem Kosov. Dieser war im September 2025 vom Schewtschenko-Bezirksgericht in Kiew zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er den Jugendlichen Maksym Materukhin getötet hatte. Kosov legte gegen das Urteil Revision ein.

Die Tat im Detail

Der Mord ereignete sich am 7. April 2024 in der Kiewer Standseilbahn. Kosov stieß den 16-jährigen Materukhin gegen eine Scheibe, wodurch dieser eine tödliche Halsverletzung erlitt. Den Ermittlungen zufolge stand der Täter unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen.

Während des Verfahrens gab Kosov an:

„Ich habe nicht gesehen, wohin das Opfer fiel, weil ich selbst geschlagen wurde. Das wird durch die gerichtsmedizinische Untersuchung bestätigt.“
Die Ermittler kommen jedoch zu einem anderen Schluss. Sein Anwalt Ruslan Kravchenko erklärte, die Expertise belege, dass Kosov aufgrund seiner Lebens- und Berufserfahrung sehr wohl erkannt habe, dass das Opfer zu diesem Zeitpunkt bereits tot war.

Die nächste Verhandlung ist für den 25. März 2024 angesetzt. Der Fall hat aufgrund seiner Brutalität und des Tatorts in einem öffentlichen Verkehrsmittel großes öffentliches und mediales Interesse geweckt. Solche Gewalttaten werfen grundsätzliche Fragen zur Sicherheit im öffentlichen Raum auf.

Die Entscheidung des Appellationsgerichts wird mit Spannung erwartet, da sie auch das gesellschaftliche Vertrauen in den Umgang der Justiz mit schweren Gewaltverbrechen beeinflussen kann. Der Fall hat in der ukrainischen Öffentlichkeit tiefe Betroffenheit und Diskussionen ausgelöst.


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