Der Sturz von Maduro: wie das Scheitern in Venezuela Putins Pläne für die Ukraine beeinflusst.

Der Sturz von Maduro: wie das Scheitern in Venezuela Putins Pläne für die Ukraine beeinflusst
Der Sturz von Maduro: wie das Scheitern in Venezuela Putins Pläne für die Ukraine beeinflusst

Nach Angaben von ТСН: Vor einem Jahr bestätigte der Kreml seine unerschütterliche Unterstützung für Nicolás Maduro und festigte Venezuela als wichtigen strategischen Verbündeten in der westlichen Hemisphäre durch einen Partnerschaftsvertrag. Doch die schnelle US-Spezialoperation, die zum Sturz des venezolanischen Regimes führte, offenbarte die Schwäche des russischen Schutzes. Jetzt, da Maduro in New York festgenommen wurde, sieht sich die russische Diplomatie gezwungen, ihre Strategien dringend zu überdenken und zu versuchen, die Niederlage ihres Verbündeten in eine Möglichkeit für neue Manöver umzuwandeln.

Erwartungsgemäß verurteilte das russische Außenministerium die Handlungen Washingtons. Sergej Lawrow bekundete "entschlossene Solidarität" mit der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, während der russische Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebenzja, den USA "Neokolonialismus" vorwarf. Allerdings schweigt Putin immer noch, im Gegensatz zu Xi Jinping, und hat es nicht eilig mit persönlichen Erklärungen.

Dieses Schweigen steht im Kontrast zur Begeisterung der Amerikaner über das Herannahen eines unter russischer Flagge fahrenden Schiffes. Experten sehen dies als Zeichen der Schwäche Moskaus: Der Sturz des Assad-Regimes in Syrien, US-Schläge gegen den Iran und die Absetzung von Maduro sind bereits die dritte große Niederlage des Kremls in kurzer Zeit.

Die Operation der amerikanischen Spezialeinheiten war ein schwerer Schlag für den Ruf des russischen Militärisch-Industrie-Komplexes. Venezuela erhielt über Jahre hinweg militärische Technik, darunter die Systeme S-300 und Buk, und Maduro versicherte, dass er 5000 Luftabwehrraketen zum Schutz von Caracas habe.

"Es scheint, dass diese Luftverteidigungssysteme nicht besonders gut funktioniert haben, oder?"

Obwohl die Situation unangenehm aussieht, könnte Putin sie zu seinen eigenen Zielen nutzen und seine imperialen Ambitionen untermauern. Die US-Anerkennung ihrer Einflusszonen in Lateinamerika und die Absichten bezüglich Grönlands geben dem Kreml zusätzliche Trumpfkarten.

Mit der Aktivierung der USA in Grönland sieht Russland eine Chance, die transatlantische Einheit zu untergraben.

Während Maduro sich auf seinen Prozess vorbereitet, zeigt Putin weiterhin Widerstandskraft auf der inneren Bühne. Während des Weihnachtsgottesdienstes bezeichnete er den Krieg gegen die Ukraine erneut als "heilige Mission".

Obwohl Maduro in Handschellen an die widrigen Umstände für Putin in der Ukraine erinnert, bleibt der Kreml-Chef seiner Politik treu – in einer Welt der "neuen Diplomatie der Kanonenboote" überlebt nur der Stärkste. Putin setzt sein "Spiel der Throne" fort und glaubt, dass Macht das einzige internationale Recht ist.

Was vorher geschah

Es sei darauf hingewiesen, dass die USA am 3. Januar Nicolás Maduro während einer Spezialoperation in Caracas festgenommen haben. Die amerikanischen Truppen nahmen Maduro und seine Frau mitten in der Nacht in ihrem Schlafzimmer fest.

Maduro und seine Frau Cilia Flores werden im südlichen Bezirk New York wegen Verschwörung zum Drogen-Terrorismus, des Kokainhandels sowie des Besitzes von Waffen und Sprengstoffen, die gegen die USA eingesetzt werden könnten, angeklagt.

Diese Situation zwingt den Kreml, seine Position in der Weltpolitik neu zu bewerten, da der Sturz Maduros auf eine mögliche Schwächung des russischen Einflusses in Lateinamerika hindeutet. Gleichzeitig kann Moskau, während es die Reaktion Washingtons verfolgt, seine Handlungen anpassen, um in den globalen Angelegenheiten an Bedeutung zu gewinnen.


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