Millionen Kubaner ohne Strom und Wasser: Land am Rande der humanitären Katastrophe.
Wasserversorgung in Havanna zusammengebrochen
Nach Angaben von TSN.ua: Die humanitäre Lage auf Kuba spitzt sich dramatisch zu. Ein massiver Stromausfall in Verbindung mit einer akuten Treibstoffknappheit hat das öffentliche Wassernetz zum Erliegen gebracht. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Havanna, wo die Bewohner seit Tagen ohne fließendes Wasser auskommen müssen. Das Problem hat eine systemische Ursache: Rund 84 Prozent aller Pumpanlagen auf der Insel sind auf Elektrizität angewiesen.
Schätzungsweise eine Million Menschen sind inzwischen vollständig auf die Versorgung durch Wassertankwagen angewiesen. Die Behörden sahen sich gezwungen, Schulen und Universitäten zu schließen – Grund sind fehlende Treibstoffe und die anhaltende Stromkrise.
Ein Anwohner namens Lazaro Noblet schilderte die Situation: 'In unserem Viertel gibt es jetzt Probleme mit dem Wasser. Die Menschen schleppen es in Eimern herbei und warten auf den Tankwagen.'
Auslöser: Öl-Blockade und totaler Stromausfall
Den unmittelbaren Auslöser für die Eskalation bildete der vollständige Zusammenbruch des kubanischen Stromnetzes am 16. März 2026. Zehn Millionen Menschen waren zeitweise ohne Elektrizität. Hintergrund dieser Katastrophe ist die Blockade venezolanischer Öllieferungen, die die US-Regierung unter Donald Trump Ende Januar 2026 verhängt hatte. Der massive Blackout und die Ölblockade gelten als die Hauptfaktoren für die heutige Notlage auf der Karibikinsel.
Die Ereignisse offenbaren die extreme Anfälligkeit der kubanischen Infrastruktur. Die Tatsache, dass die Grundversorgung der Bevölkerung so stark von einer stabilen Stromversorgung abhängt, stellt die Regierung vor enorme Herausforderungen. Sollte keine schnelle Lösung gefunden werden, droht die soziale Anspannung auf der Insel weiter zu eskalieren.
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