Medizinstudium in der Ukraine: Ombudsmann fordert niedrigere NMT-Schwelle von 150 auf 130 Punkte.

Medizinstudium in der Ukraine: Ombudsmann fordert niedrigere NMT-Schwelle von 150 auf 130 Punkte
Medizinstudium in der Ukraine: Ombudsmann fordert niedrigere NMT-Schwelle von 150 auf 130 Punkte

Vorschlag zur Senkung der Zulassungshürde beim NMT

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez hat sich für eine Absenkung der Mindestpunktzahl im Nationalen Multimediatest (NMT) für angehende Medizinstudenten ausgesprochen. Statt der bisher erforderlichen 150 Punkte sollen künftig bereits 130 Punkte für die Zulassung zu medizinischen Studiengängen ausreichen. Dies gab er auf einer Pressekonferenz bekannt, wo er seine Sorge über die hohen Zugangsbarrieren äußerte, die zu zahlreichen Ablehnungen führten. Seiner Ansicht nach erschweren die aktuellen Anforderungen vielen talentierten Jugendlichen den Start ins Studium.

In der diesjährigen Bewerbungsphase verfehlten rund 18 Prozent der Studienbewerber die notwendige Mindestpunktzahl im NMT. Lubinez betonte:

„Ein Kind, das die Schule abgeschlossen hat, wird dadurch noch lange nicht zum Arzt“
, und unterstrich damit die Notwendigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Bildungsanforderungen und den tatsächlichen Möglichkeiten junger Menschen. Zudem wies er darauf hin, dass
„europäische Länder ukrainischen Studenten äußerst attraktive Bedingungen bieten“
, was die Abwanderung von Talenten ins Ausland verstärken könnte.

Förderung günstiger Lernbedingungen im Inland

Lubinez verwies in diesem Zusammenhang auch auf „spezielle Programme zur Rückführung von Studenten und Jugendlichen“, die im Ausland studieren. Dies unterstreiche die Dringlichkeit, in der Ukraine selbst attraktive Studienbedingungen zu schaffen. Die geplante Senkung der NMT-Schwelle könnte ein wichtiger Schritt sein, um mehr Bewerbern mit Potenzial den Zugang zur medizinischen Ausbildung zu ermöglichen, die bisher an der hohen Hürde gescheitert sind.

Eine solche Maßnahme könnte die medizinische Bildungslandschaft in der Ukraine nachhaltig verändern, indem sie jungen Menschen den Einstieg in den Arztberuf erleichtert. Gleichzeitig ließe sich so das Risiko einer Abwanderung von Studienbewerbern ins Ausland verringern, da sie mehr Chancen für ein Studium im eigenen Land erhielten. Angesichts des globalen Wettbewerbs um Fachkräfte ist es entscheidend, dass ukrainische Studenten eine hochwertige Ausbildung in ihrer Heimat absolvieren können.


Lesen Sie auch

Werbung