Ombudsmann Lubinets spricht sich gegen die strafrechtliche Verantwortung für das unerlaubte Verlassen von Einheiten aus.
Nach Angaben von inkorr.com: Der Beauftragte der Werchowna Rada für Menschenrechte, Dmytro Lubinets, hat sich gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen, der faktisch die strafrechtliche Verantwortung für das unerlaubte Verlassen von Militärteilen während des Kriegsrechts wiederherstellt. Dies berichtet 'Glavkom' unter Verweis auf einen Beitrag des Ombudsmanns.
Lubinets stellte fest, dass er seine Gedanken zu diesen Gesetzentwürfen dem Ausschuss der Werchowna Rada übermittelt hat. Es handelt sich um zwei Gesetzentwürfe, die im Parlament registriert sind:
vom 05.05.2025 Nr. 13260 'Über Änderungen des Strafgesetzbuchs und des Strafprozessgesetzbuchs der Ukraine bezüglich der Verantwortung für kriminelle Handlungen im Zusammenhang mit dem unerlaubten Verlassen von Militärteilen oder Dienstorten unter Kriegsrecht';
vom 04.07.2025 Nr. 13452 'Über Änderungen des Gesetzes der Ukraine über Ordnungswidrigkeiten und des Strafgesetzbuchs der Ukraine bezüglich der Verantwortung für militärische Ordnungswidrigkeiten und militärische Straftaten'.
Lubinets' Haltung zu dem Gesetzentwurf
Der Ombudsmann unterstützt den Gesetzentwurf Nr. 13260 nicht, da dessen Annahme den Militärangehörigen die Möglichkeit nehmen könnte, der strafrechtlichen Verantwortung für die freiwillige Rückkehr zu ihrer Einheit zu entkommen.
'Das heißt, das einzige Ergebnis für eine Person, die sich entscheidet, zurückzukehren, wird nicht Förderung zur Berichtigung, sondern eine obligatorische strafrechtliche Bestrafung gemäß Artikel 408 oder 409 des Strafgesetzbuchs der Ukraine sein',- betonte er.
Lubinets wies auch darauf hin, dass die in dem Gesetzentwurf Nr. 13452 dargelegten rechtlichen Normen strengere Fristen für die Verhängung von Geldstrafen für Verstöße während des Kriegsrechts im Vergleich zu normalen Bedingungen vorschlagen. Er kritisierte das Verbot, mildere Strafen oder die Möglichkeit ihrer Aussetzung anzuwenden.
Der Ombudsmann äußerte Besorgnis über Gesetzentwürfe, die sich negativ auf Militärangehörige während des Kriegsrechts auswirken könnten, und ist der Meinung, dass beide Dokumente erheblichen Überarbeitungen und Klarstellungen bedürfen, um die Rechte und Möglichkeiten dieser Menschen unter schwierigen Umständen nicht einzuschränken.
Diese Gesetzentwürfe haben unter Militärangehörigen und Menschenrechtsverteidigern große Resonanz hervorgerufen, die der Meinung sind, dass deren Annahme die Rechte der Militärangehörigen gefährden könnte. Die Diskussion wird fortgesetzt, und Experten fordern einen offenen Dialog, um alle Anmerkungen vor der endgültigen Entscheidung des Parlaments zu berücksichtigen.
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