Purpurrote Fleckenkrankheit bedroht Himbeeren: So retten Sie Ihre Sträucher.
Didymella: Eine ernste Gefahr für Himbeerpflanzen
Nach Angaben von TSN.ua: Hinter der Bezeichnung Didymella verbirgt sich eine Pilzkrankheit, die durch den Erreger Didymella applanata Sass ausgelöst wird und insbesondere Himbeeren befällt. Die Infektion zeigt sich zuerst an jungen Trieben und Blättern, was das Wachstum der Pflanzen massiv beeinträchtigen kann. Bereits im Jahr des Austriebs bilden sich an den jungen Trieben violette Flecken, die sich vor allem rund um die Knospen konzentrieren. Ein besonders tückisches Merkmal: Der Pilz kann bis zu 8–10 Jahre im Boden überdauern, was die Bekämpfung erheblich erschwert.
Risikofaktoren und vorbeugende Maßnahmen
Die Sporen des Pilzes befallen den jungen Aufwuchs bereits zu Beginn des Sommers, sobald die Temperaturen über +15°C steigen. Bestimmte Bedingungen begünstigen die Ausbreitung von Didymella:
- zu dicht stehende Pflanzungen
- Standorte in Senken oder Mulden
- übermäßiger Einsatz von Stickstoffdüngern
Bei einem massiven Befall wird empfohlen, die Sträucher komplett bodennah abzuschneiden. Im Herbst kommt eine 7%ige Harnstofflösung zur Behandlung zum Einsatz, während eine 2- bis 3%ige Kupfersulfatlösung als riskant gilt. Im zeitigen Frühjahr sprüht man entweder eine 1%ige Kupfersulfatlösung oder ebenfalls 7%igen Harnstoff. Systemische Fungizide wie 'Skor' oder 'Magnicur Sensation' schützen den jungen Austrieb. Mitte des Sommers setzt man für die biologische Abwehr Mittel wie 'Fitosporin-M' ein. Um die Widerstandskraft der Pflanzen zu stärken, werden den Spritzbrühen Antistress-Präparate wie 'Epin-Extra' beigemischt.
Ein saisonaler Behandlungs- und Vorsorgeplan für Himbeeren umfasst mehrere Phasen:
- Im Herbst steht die Beseitigung von Infektionsherden vor der Winterruhe im Fokus.
- Im frühen Frühjahr ist der Schutz der Pflanzen in der Austriebsphase entscheidend.
- Zu Beginn des Sommers gilt die besondere Aufmerksamkeit dem Schutz des jungen Aufwuchses.
- Mitte des Sommers sollte man auf biologische Schutzmaßnahmen und eine gute Durchlüftung achten.
- Vom Spätsommer bis zum Herbstanfang geht es um die Regeneration und Stärkung der pflanzeneigenen Abwehrkräfte.
Ein ganzheitlicher Ansatz – bestehend aus dem Einsatz von Fungiziden und dem Entfernen befallener Pflanzenteile – ist für die Kontrolle von Didymella und die Gesunderhaltung der Himbeeren unerlässlich.
Die durch den Pilz Didymella applanata verursachte Krankheit kann die Himbeerernte massiv gefährden, weshalb wirksame agrotechnische Maßnahmen unverzichtbar sind.
Da der Erreger über Jahre hinweg im Boden überleben kann, ist ein systematisches Vorgehen bei der Bekämpfung notwendig, um Risiken zu minimieren und einen stabilen Pflanzenbestand zu gewährleisten. Eine regelmäßige Kontrolle der Sträucher und ein schnelles Eingreifen bei den ersten Anzeichen eines Befalls helfen Landwirten und Gärtnern, die Himbeeren gesund zu erhalten und eine qualitativ hochwertige Ernte zu sichern.
Lesen Sie auch
- Neues Medikament verdoppelt Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Erstmals seit den 1980ern: Fleischfressender Parasit in Texas entdeckt – welche Gefahr droht den USA?
- Ärztin warnt vor Keimen auf Geldscheinen: So lange überleben Bakterien
- Erstattung für Kuraufenthalte: Wer Anspruch hat und wie der Antrag läuft
- Starker Sonnensturm der Stufe G3 trifft am 5. Juni auf die Erde: Welche Auswirkungen auf den Menschen erwartet werden
- Erneute Militärärztliche Untersuchung möglich – entscheidende Angabe im Attest

