Mylovanov verlässt den Aufsichtsrat von Energoatom: Warum der Ökonom sein Amt niederlegt.
Timofii Mylovanov verlässt den Aufsichtsrat von 'Energoatom'
Nach Angaben von inkorr.com: Timofii Mylovanov, Präsident der Kiewer Schule für Ökonomie und ehemaliger Minister für Wirtschaft, hat beschlossen, den Aufsichtsrat von 'Energoatom' zu verlassen. Er hat seinen Rücktritt angekündigt und gefordert, eine außerordentliche Sitzung einzuberufen, um vorläufige Maßnahmen gegen Beamte zu ergreifen, die Gegenstand von Ermittlungen sind. Darüber hinaus schlug er vor, einen unabhängigen Ausschuss zur Überprüfung der Beschaffungsverfahren zu gründen und internationale Experten für die Durchführung eines Forensik-Audits hinzuzuziehen.
«Die Entscheidung ist getroffen, lässt aber zu wünschen übrig. Es wurde zur Formalität... Es drückt tiefe Ineffizienz aus», - erklärte Mylovanov.
Mylovanov äußerte auch Unzufriedenheit darüber, dass die Regierung und der Aufsichtsrat von 'Energoatom' die Ermittlungen des Nationalen Antikorruptionsbüros nicht unterstützt haben. Kürzlich führten nationale Antikorruptionsermittler Durchsuchungen in den Wohnungen mehrerer Beamter durch, darunter der ehemalige Energieminister Herman Halushchenko und Geschäftsmann Timur Mindich.
Die Entscheidungen von Mylovanov zielten darauf ab, die Transparenz zu erhöhen und Reformen im System von 'Energoatom' zu fördern, doch seine Initiativen fanden nur begrenzte Resonanz seitens der Unternehmensleitung.
Dieser Schritt von Mylovanov unterstreicht die bestehenden Probleme im Managementsystem von 'Energoatom'. Seine Aufrufe zur Offenheit und zur Einbeziehung internationaler Experten zeigen den Bedarf an tiefergehenden Reformen in einem Bereich, der für die Energiesicherheit der Ukraine von entscheidender Bedeutung ist. Derzeit könnten die weiteren Schritte der Regierung und des Aufsichtsrats einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklungsstrategie des Unternehmens und dessen Ansehen in der Gesellschaft haben.
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